2012 waren wir zum ersten Mal auf Menorca im Einsatz. Es folgten unzählige weitere Kastrationswochen. Bis zu viermal im Jahr waren wir vor Ort, um zusammen mit den lokalen Tierschutzvereinen gegen das massive Katzenelend vorzugehen. Ab 2016 begann sich die Situation merklich zu verbessern und wir reduzierten unsere Einsätze auf ein bis zwei pro Jahr. Schliesslich begannen einzelne Gemeinden ein Budget für Kastrationen festzulegen und wir konnten unser Engagement weiter reduzieren. Corona warf uns nochmals ein wenig zurück, weil eine Zeitlang gar nicht kastriert werden durfte. Mit drei Intensiveinsätzen ab Ende 2021 bis Anfang 2022 konnten wir diesen Rückschritt aber wieder kompensieren. Inzwischen bezahlen alle Gemeinden für die Kastrationen und das Katzenelend ist weitgehendst unter Kontrolle. Überall auf der Insel trifft man auf kleine, durchkastrierte Katzenkolonien mit dem bekannten Schnitt am linken Ohr, die durch Tierschützer überwacht und betreut werden. Neuzugänge werden rasch erkannt, eingefangen, behandelt und kastriert. Unsere Unterstützung beschränkt sich heute auf Einzelfälle und Futterhilfe.
Die Zusammenarbeit mit den lokalen Tierschutzorganisationen ist vorbildlich. Der Katzenschutz auf Menorca darf als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. Am Beispiel Menorca zeigt sich, was man erreichen kann, wenn alle am gleichen Strick ziehen.