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Amphibien Schweiz

Wildtierschutz
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Amphibien sind weltweit und insbesondere auch in der Schweiz stark bedroht. Das grösste Problem ist der Verlust des Lebensraums. In den letzten 150 Jahren wurden 90% der Feuchtgebiete trockengelegt. Von 19 einheimischen Arten gelten 14 als bedroht. Frösche, Molche, Salamander, Kröten und Unken benötigen deshalb Schutz!

Wie jeder zum Amphibienschützer werden kann

Amphibien sind in der Schweiz stark bedroht. Nebst der Zerstörung ihrer Lebensräume und Fortpflanzungsgewässern, setzen ihnen auch Fressfeinde, Krankheiten, Pestizide, Dünger und Jauche zu.

Ein regelrechtes Massensterben verursacht zudem der Verkehr, wenn nach dem Winter die Amphibienwanderung beginnt und dafür keine Schutzmassnahmen getroffen werden. Viele Arten überwintern nicht in ihren angestammten Weihern, sondern an Land. Sobald die Temperaturen steigen, je nach Art ab 5 bis 8 Grad über Null, machen sich Molche, Kröten und Frösche in Massen auf den Weg zurück von ihrem Landlebensraum zum Laichgewässer. Je nach Witterung kann diese Wanderung und gleichzeitige Partnersuche schon ab Mitte Februar beginnen. Die Tiere legen Strecken von bis zu mehreren Kilometern zurück und überqueren dabei leider auch gefährliche Strassen oder Gleisanlagen. Die Hauptwanderung der adulten Tiere findet in der Regel in den Monaten Februar bis Mai statt, welche sowohl den Hinzug (Laichwanderung) wie auch den Rückzug (nach der Paarung und der Eiablage wandern die Tiere wieder zurück in ihren Landlebensraum) beinhaltet.

Nach dem Schlüpfen und Heranwachsen im Laichgewässer wandern die Jungtiere im Sommer zum ersten Mal in den Landlebensraum. Es gibt einige Tiere, die den Winter im Laichgewässer verbringen. Diese wandern in der Herbstwanderung zum Laichgewässer. Allerdings finden die Jungtierwanderung wie auch die Herbstwanderung weniger in Massen statt und müssen dadurch nicht intensiv durch Freiwillige begleitet werden, sondern werden mit entsprechenden baulichen Schutzmassnahmen geschützt.

Um ein Massensterben auf der Strasse zu verhindern, werden jedes Jahr zahlreiche Strassenabschnitte in der Nacht gesperrt, Schutzanlagen wie Kleintierdurchlässe mit Leitwerken und Stopprinnen gebaut oder unzählige Amphibien von Tierfreunden über die Strasse getragen. Doch leider gibt es noch längst nicht für alle betroffenen Strassenabschnitte solche Massnahmen und entsprechend ist Rücksicht angebracht.

Um den Amphibien zu helfen, empfehlen wir:

  • Hinweisschilder beachten: Bekannte Wanderabschnitte werden oft mit einem Amphibien-Warndreieck gekennzeichnet. Solche Strassenabschnitte sollte man wann immer möglich umfahren.

  • Tempo drosseln: Ist eine Umfahrung nicht möglich, sollte die Geschwindigkeit insbesondere in der Dämmerung und nachts auf unter 30kmh reduziert werden. Denn auch wenn man eine Kröte oder einen Frosch zwischen und nicht unter den Rädern hat, so verursacht der Unterdruck unter dem Auto dennoch den Tod des Tieres. Je langsamer gefahren wird, desto höher ist die Überlebenschance. Zugleich wird mit einer gedrosselten Geschwindigkeit auch die Sicherheit der Freiwilligen am Strassenrand beim Einsammeln der Amphibien erhöht. Durch Warnwesten sind die Helfenden allerdings besser sichtbar als die Amphibien selbst.

  • Wetter und Gegend beachten: Regnerische Abende und Nächte sind die bevorzugte Wanderzeit. In wald- und gewässernahen Gegenden sollte man grundsätzlich Tempolimit 30 einhalten.

  • Aktiv werden: Verschiedene Gemeinden und Naturschutzverbände stellen an gefährlichen Stellen Amphibienzäune auf und suchen jedes Jahr Freiwillige, die bei den Zugstellen helfen, die Amphibien sicher über die Strasse zu geleiten. Zugstellen und deren Verantwortlichen in der Region findet man zum Beispiel über die Datenbank von infofauna.ch.

Rechtliches

Amphibien sind eine der am stärksten bedrohten Tiergruppen der Schweiz und daher auch gesetzlich geschützt. Von den 19 einheimischen Amphibien gelten gemäss Bundesamt für Umwelt (BAFU) 14 Arten als gefährdet. Jeder kann und sollte deshalb mithelfen, Amphibien zu schützen.

Bestehendes Tierleid lindern und zukünftiges Elend verhindern: Ihre Spende macht das möglich!