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Kastrationseinsätze Schweiz 2024

Kastration / Prävention
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Die einzige nachhaltige Lösung gegen das Leid der Katzen ist die konsequente Kastration. NetAP kastriert laufend Katzen aus fast allen Kantonen der Schweiz und setzt sich für eine nationale Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen ein.

Wir geben Ihnen hier einen Einblick in einige Kastrationsaktionen, die wir im Jahr 2024 in der Schweiz durchgeführt haben. Die Auflistung ist nicht abschliessend, da wir aus zeitlichen Gründen oft auf die Berichterstattung verzichten.  

31.12.2024

Morschach SZ

Ende November wurde uns eine Katzenfamilie bestehend aus Mutter und drei erwachsenen Kindern aus Morschach gemeldet. Die Familie lebte von Essensresten, die Wanderer und Touristen bei der nahen Grillstelle liegen liessen. Die Mutter hatte im Sommer zuvor die Kitten in der Tiefgarage des Swiss Holiday Parks geboren. Nach einer ersten Besichtigung war klar, dass diese Katzen Hilfe benötigen. Plätze zu finden für eine halbwilde Familie ist im Dezember eine grosse Herausforderung. Viele Tierheime reservieren die Plätze für zahlende Feriengäste. Das Strubeli sicherte uns ein Zimmer per 27. Dezember zu, also setzten wir alles daran, die Katzen auf diesen Zeitpunkt einzufangen. Eines der Kitten allerdings war sehr schlau und schaffte es, der Falle zu widerstehen bis am 30.12. Dann war der Hunger grösser und nach dem Tierarztbesuch und der Kastration konnte es mit Mama und Geschwister wiedervereint werden, die das alles schon hinter sich hatten.

27.12.2024

Steinhausen ZG

Als uns Ende November, während ein halber Meter Schnee lag, ein ausgesetzter Kater im Industriegebiet gemeldet wurde, staunten wir nicht schlecht. Bereits viele Monate lebte der schöne Bub in einem Gebüsch neben der Hauptstrasse und wurde zwar gefüttert, aber keiner kam auf die Idee, dass die Katze doch ein Zuhause brauchte. Leider waren die Tierheime der Gegend nicht bereit, ihn aufzunehmen, weil sie die Plätze für zahlende Feriengäste reserviert haben wollten. Also fingen wir den Kater ein und brachten ihn in einer Notpflegestelle unter. Beim Tierarzt wurde zudem festgestellt, dass er dringend eine Zahnsanierung braucht. Diese konnten wir am 27.12.24 durchführen lassen. Endlich war er schmerzfrei.

Zwar freuten sich die Leute vor Ort über seine Anwesenheit, aber nur füttern allein reicht einfach nicht aus. Ein Tier braucht auch veterinärmedizinische Versorgung und einen trockenen warmen Schlafplatz. Wenn es sich dann auch noch um ein zahmes Tier handelt, ist ein richtiges Zuhause umso wichtiger. Immer wieder erleben wir, dass Leute teilweise jahrelang Katzen füttern, ohne wirklich Verantwortung zu übernehmen. Nicht selten sind sogar Katzen dabei, die schon länger vermisst werden.

17.12.2024

Konolfingen BE

Alles musste schnell gehen:  Vier Büsi drohte offenbar der Tod durch erschiessen, die fünfte Katze der Gruppe war bereits tot. Wir mussten schnell handeln und tatsächlich fanden wir innert einem Tag einen wundervollen Platz, bei einer tollen Landwirtin, die nicht verstehen konnte, dass jemand auf Katzen schiesst und deshalb sofort Herz und Hof öffnete für die Bedrohten. Schon vor ein paar Jahren, durften wir bei ihr Katzen ansiedeln und die Katzen hätten es nicht besser treffen können. Ein Zwinger wurde umgehend aufgebaut und eingerichtet. Dann wurden die Katzen eingefangen und zum Tierarzt gebracht, wo sie untersucht, behandelt, geimpft und gechippt wurden und schliesslich konnten sie in ihrem Provisorium einziehen, wo sie an ihr neues Revier gewöhnt werden.

Solche Plätze sind rar und doch werden sie laufend benötigt. Immer wieder sollen verwilderte Katzen sofort verschwinden. Wir sind froh um jeden Hof, auf dem die Katzen wirklich willkommen sind und gut zu ihnen geschaut wird.

20.12.2024

Stengelbach AG

Ein älterer Herr musste in ein Pflegeheim umziehen und hinterliess einige Katzen, die er zwar fütterte, nicht jedoch für die Kastration und medizinische Versorgung sorgte. Leider verstarben die Neugeborenen sehr häufig an unbehandelten Krankheiten, so dass sich nur aus diesem Grund die Population noch in Grenzen hielt. Nach dem Auszug des Vaters bat uns die Tochter, uns den Katzen anzunehmen. Wir konnten sämtliche Katzen einfangen und tierärztlich versorgen und kastrieren lassen. Für die zwei Jüngsten wird noch ein Zuhause gesucht, die älteren konnten zurück, wo die Tochter zukünftig für sie sorgen wird.

14.12.2024

Sursee LU

Jahrelang hatte man auf dem Luzerner Hof Kitten produziert und verkauft. Aber auch hier hat man gemerkt, dass es nicht mehr ganz so einfach war, die Kitten loszuwerden und so hat man endlich beschlossen, die Katzen kastrieren zu lassen. Neun Katzen waren es, die nun alle das NetAP-Kastrationsprogramm durchlaufen haben.

16.12.2024

Noteinsatz Luzern LU

Nach einem Todesfall in der Innerschweiz blieben 21 Büsis auf der Strecke, denn niemand wollte Verantwortung für sie übernehmen. Da die Hinterbliebenen auf die Tiere verzichteten, stand die Euthanasie im Raum. Zum Glück konnten wir einschreiten, alle Tiere einfangen und mitnehmen. Das war gar nicht so einfach und dauerte mehrere Tage. Haus und Garten waren zugestellt und es war nicht einfach herauszufinden, wieviele Katzen es tatsächlich waren. Mit Fallen und Überwachungskameras gelang es schliesslich, sämtliche Tiere zu sichern. Drei Katzen waren aus der Nachbarschaft. Nur danke unserer Kontaktaufnahme mit diesen, konnten wir das feststellen. Nicht auszudenken, hätte man auf die Erben gehört und alle Katzen getötet.

Alle Katzen wurden getestet, geimpft, gegen Parasiten behandelt, falls noch nicht erfolgt auch kastriert, gechippt, die Zähne wurden saniert und viele weitere Behandlungen und Eingriffe mussten durchgeführt werden. Schliesslich konnten wir sie in verschiedene Himmelsrichtungen fahren, um sie in Tierheime zu bringen, die bereit waren, ein paar der Tiere aufzunehmen und neue Zuhause für sie zu suchen. Das Katzenhaus Muttenz, das Tierheim des Zürcher Tierschutz, das Katzenheim Arche und der Lebenshof Lucciolina nahmen Büsis auf. Zwei die besondere Fürsorge benötigten bleiben in unserer Obhut.

NetAP trug die vollen Kosten dieses Einsatzes. Auch um die Tierheime zu entlasten, die in einer Zeit, in der man den Platz lieber mit zahlenden Feriengästen belegen würde, ja zu diesen Katzen gesagt haben. Das ist nicht selbstverständlich und wir danken dafür von Herzen! Zwar haben wir zumindest die Kosten, die eine Euthanasie der Tiere nach sich gezogen hätte, in Rechnung gestellt, ob wir das Geld allerdings erhalten wissen wir noch nicht. 21 Leben wurden gerettet. Das ist das Wichtigste!

01.12.2024

Kastrationstag Alpnach OW

Ein erfolgreicher Kastrationstag fand Ende November in Alpnach Dorf in der Schmid Parkett statt. 56 Katzen durchliefen unser Kastrationsprogramm. Alle wurden zuvor von freiwilligen Helfern eingefangen. Der Tag fand in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Nidwalden statt, der auch für das leibliche Wohl des Einsatzteams sorgte. 37 Kätzinnen und 19 Kater wurden untersucht, behandelt, geimpft, kastriert und markiert. 20 von ihnen dürfen nicht mehr zurück in ihr Revier und werden vom Tierheim Paradiesli aufgenommen, das ein neues Zuhause für sie suchen wird. Zum Glück waren fast alle Katzen in einem guten Allgemeinzustand, so dass sie schnell wieder fit und munter waren. Ein weiterer Einsatz in Alpnach findet im Januar statt.

07.12.2024

Murten FR

Im Sommer wurden uns eine Mutterkatze mit mehrere Kitten auf einem Aldi-Parkplatz gemeldet. Diese konnten wir glücklicherweise rasch sichern und unterbringen. Es stellte sich später aber heraus, dass sich in einer nahegelegenen Hundeschule noch weitere verwilderte Katzen befinden, für die sich niemand verantwortlich fühlte. Also gingen wir erneut vor Ort und stellten die Fallen. Eine weitere Katzenfamilie ging uns in die Falle. Sie alle konnten in einem Tierheim platziert werden. Zwei Wochen später mitten in der Nacht ging uns dann auch endlich noch der Kater in die Falle. Dieser wurde ebenfalls kastriert, geimpft, markiert und gegen innere und äussere Parasiten behandelt.

18.11.2024

Kastrationstag Biel-Benken

Am Sonntag, 17. November durften wir uns erneut in der Tierklinik Leimental in Biel-Benken einquartieren, um die Katzen von verschiedenen Höfen zu kastrieren. Es war ein hektisches Wochenende, getrübt von ein paar unschönen Erfahrungen. So mussten wir beispielsweise ganz kurzfristig für vier wilde Katzen eine lebensbejahende Lösung finden, weil ihnen mit dem Tod durch erschiessen gedroht wurde. Auch hatte es an einigen Orten noch junge Büsis, die man lieber nicht mehr zurück haben wollte, diese durften wir zum Glück am Sonntag in zwei Tierheime bringen.

52 Katzen durchliefen das Programm, wobei ein Kater zwar unkastriert, aber gechippt war. Nach kurzen Recherchen stellten wir fest, dass er von einem Ort stammt, an dem Kastrieren ein absolutes No-Go ist. Schweren Herzens mussten wir ihn unkastriert zurückbringen. Wenigstens kann er auf dem Hof, auf dem wir ihn eingefangen haben, für keinen Nachwuchs mehr sorgen. Dort sind jetzt alle Katzen kastriert.

Eine Katzenmama mit ihren beiden Jungtieren war bereits wieder schwanger. Allerdings war es eine extrauterine Schwangerschaft im Abdomen. Die Babys waren bereits tot und die Kätzin wäre wohl bald qualvoll gestorben. Es war eine aufwändige Operation, die ihr das Leben rettete. Wir nahmen sie zu uns, um sie noch einige Tage zu beobachten.

Ein anderes Büsi litt unter einem Plattenepithelkarzinom am linken Ohr, weshalb die Amputation der Ohrmuschel unumgänglich war. Auch dieses Büsi blieb noch ein paar Tage unter Aufsicht.

Viele weitere Extras mussten an diesem Tag vollbracht werden, nebst dem normalen Untersuch, der Behandlung gegen innere und äussere Parasiten, der Impfung, der Kastration und der Markierung, so dass der Tag doch lang war, trotz der tieferen Anzahl an Katzen, als beispielsweise in Lyssach. Wir sind dankbar, dass uns die Tierklinik Leimental Asyl gab, so dass wir sogar einen Ultraschall zur Verfügung hatten, was insbesondere beim Mami-Büsi vorteilhaft war.

25.11.2024

Reutigen BE

Eine Hofbesitzerin kontaktierte uns, weil alle Katzen, die auf einem ihrer Sommerweideplatz leben, verschwinden sollten. Ursprünglich war abgemacht, dass wir die Katzen einfangen und kastrieren würden, dann aber vor Ort eine Futterstelle eingerichtet werden würde, die auch über den Winter regelmässig bedient würde. Als unser Team jedoch vor Ort war, hiess es, die Katzen seien nicht mehr willkommen und sollen euthanasiert werden, sollte es nirgends Platz für sie geben. Einmal mehr mussten wir alle Hebel in Bewegung setzen, um Plätze für die fünf halbwilden Katzen zu finden. Die Mutterkatze, Ranja, schien einiges durchgemacht zu haben; sie hatte nur noch drei Beine, vermutlich ein Mähunfall. Das Bein von Ranja musste amputiert werden und zusammen mit drei Katern wurde sie kastriert, geimpft und gegen innere und äussere Parasiten behandelt. Ein Kitten war noch zu klein für eine Kastration. Für alle konnten wir Plätze finden, an denen sie willkommen sind und nicht mehr ein Leben geprägt von Hunger und Schmerz führen müssen.

11.11.2024

Kastrationstag Thurgau

Am 10. November 2024 fand erneut der jährliche grosse Thurgauer Kastrationstag im Tezet in Müllheim statt. Dieser Tag ist eine Zusammenarbeit zwischen NetAP und dem Tierschutzverein Steckborn und Umgebung und wird vom Schweizer Tierschutz STS unterstützt. Verschieden lokale Tierschutzvereine und Landwirte können von diesem Tag profitieren. Insgesamt durchliefen 145 Katzen (74 Kätzinnen und 71 Kater) das Programm. Der Bedarf wäre viel grösser gewesen, was zeigt, wie wichtig solche Angebote sind.

13.11.2024

Thalheim ZH

Durch einen Tierarzt erfuhren wir von einem Hof in Thalheim, der unsere Unterstützung bei der Kastration der verwilderten Katzen brauchte. Ursprünglich war von 12 Katzen die Rede, schliesslich waren es deren 18. Ein Kater war bereits kastriert, alle anderen durchliefen unser Programm. Der Fall war insbesondere anspruchsvoll, weil einige Mütter Nachwuchs hatten und diesen teilweise gut versteckt hielten. Da es einmal einen Leukosefall auf dem Hof gegeben hatte, testeten wir die Katzen und impften sie anschliessend auch gegen diese Krankheit. Einige Katzen waren zutraulich und dadurch rasch gesichert, andere – insbesondere die potenten Kater – verschwanden immer mal wieder und kamen erst definitiv zurück, als es kühler wurde. So dauerte etwas länger, bis wir den Fall ganz abschliessen konnten. Die Landwirte waren sehr hilfsbereit und dankbar und beteiligen sich überdurchschnittlich an den Kosten der Aktion.

01.11.2024

Kastrationstag Innerschweiz

Es war der erste Kastrationstag, den wir mit der Praxis Villiger in Sins durchgeführt haben und er war ein Erfolg:  51 Katzen, alle sind zuvor von unseren Fängern eingefangen worden, wurden untersucht und behandelt. 47 von ihnen wurden kastriert, geimpft und markiert. Mit 30 Weibchen waren die Damen wie immer in der Überzahl. Nicht auszudenken, hätten sie alle im Frühjahr Nachwuchs bekommen. Ein weiteres Weibchen war nicht fit genug für eine Narkose. Es durfte  zusammen mit den drei Sprösslingen, die noch nicht alt genug für die Kastration sind, vorübergehend bei einer Tierfreundin einziehen, um so richtig gepäppelt zu werden.

Alle anderen Katzen verbrachten eine Nacht mit gutem Futter an der Wärme, bevor sie am anderen Tag zurück ins Revier gingen.

03.11.2024

Kastrationstag Lyssach

Es war ein anstrengendes, aber sehr erfolgreiches Kastrationswochenende in der Covetrus CH in Lyssach. Ein unglaublich tolles Team stand im Einsatz, bestehend aus Fängern, Fahrern, Tierärzten, TPAs, geschulten Helfern und Reinigungskräften. 120 Katzen standen auf der Warteliste – 101 Katzen landeten schliesslich auf den Untersuchungstischen. 56 Kätzinnen und 45 Kater. 8 waren zu jung oder zu schwach für eine Narkose. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt kastriert. Sie wurden aber untersucht, gegen Parasiten behandelt, bekamen bereits die ersten Medikamente, damit sie sich wohlerfühlen und wurden untergebracht. Gut, dass wir immer genügend Spezialmedikamente dabei haben.

Die anderen Katzen wurden ebenfalls untersucht, gegen Parasiten behandelt, geimpft, markiert und kastriert. Ein paar von ihnen brauchten noch einiges mehr. Vier Katzen beispielsweise hatten mehrere üble Wunden, die versorgt werden mussten. Da wir sie ungern so wieder freilassen wollten, erklärte sich das Katzenheim Marfeldingen dazu bereit, ihnen ein Zimmer zur Verfügung zu stellen, damit ihr Wunden heilen können. Ein weiteres Büsi hatte ein Plattenepithelkarzinom an den Ohren und deshalb mussten die Ohrmuscheln amputiert werden. Auch Zähne wurden einige entfernt und noch weitere Eingriffe vorgenommen. Ein junges Katzenmädchen war ebenfalls in einem schlimmen Zustand und braucht Intensivbetreuung. Es durfte auf eine Pflegestelle umziehen.

Drei Büsis, die ebenfalls zu klein für eine Kastration sind, dürfen ins Katzenhaus in Muttenz einziehen, wo man für sie ein neues Zuhause finden wird.

39 Katzen kamen vom Tierschutz Emmental und 19 brachte der Tierschutzverein Biel/Bienne – Seeland – Berner Jura vorbei. Wir freuen uns, wenn Tierschutzvereine unser Angebot annehmen und diese Kastrationstage nutzen, um noch mehr Katzen kastrieren zu können. Für alle Büsis, die uns von STS Sektionen gebracht werden, zahlt der Schweizer Tierschutz STS einen Anteil an die Kosten.

Alle Katzen, die über Nacht bei uns blieben, wurden sowohl am Samstagabend als auch am Sonntagmorgen gefüttert und kontrolliert. Ihnen allen geht es gut und sie wurden im Laufe des Sonntags in ihre Reviere zurückgebracht.

Obschon wir alle im Alltag nicht regelmässig zusammenarbeiten, sondern alle in verschiedenen Regionen der Schweiz ihrer normalen Tätigkeit nachgehen, waren wir ein eingespieltes Team und hätten problemlos noch 30 Katzen mehr untersuchen, behandeln und kastrieren können. Aber wir freuen uns, dass wir für 101 Katze eine Verbesserung erreichen konnten und freuen uns bereits auf den nächsten Einsatz.

26.10.2024

Uetendorf BE

Eine ältere Dame bat uns in Uetendorf um Hilfe. Ihr waren Katzen zugelaufen und sie fürchtete, diese könnten sich im Frühjahr vermehren. Körperlich war sie leider nicht in der Lage die Katzen selbst mit einer Falle einzufangen und der Tierschutz vor Ort war nicht bereit das Einfangen zu übernehmen. Alle Katzen gingen glücklicherweise rasch in die Fallen und durften nach der Behandlung auch wieder zurück, wo sie weiterhin regelmässig gefüttert werden. Zwei der Katzen benötigen allerdings noch eine umfassende Zahnsanierung, weshalb wir diese zwei im Januar nochmals einfangen und zum Tierarzt bringen werden. So haben die Katzen nun ein Leben ohne Stress und Schmerzen vor sich.

27.10.2024

Ottikon ZH

27 unkastrierte Erwachsene und 11 lebten zusammen mit ein paar kastrierten Katzen auf einem Hof in Ottikon. Obschon bereits in den Jahren zuvor immer wieder mal eine Katze kastriert wurde, lief es irgendwann plötzlich aus dem Ruder und deshalb suchten die Betreiber Hilfe bei uns. Wir organisierten einen Kastrationstag in der Kleintierpraxis Anima in Stäfa und konnten 24 Erwachsene an diesem Tag kastrieren. Die fehlenden Erwachsenen werden zu einem späteren Zeitpunkt kastriert, ebenso werden die Jungtiere sobald sie alt genug sind, das Kastrationsprogramm durchlaufen.

Den Katzen geht es auf dem Hof sehr gut. Sie werden regelmässig gefüttert und entwurmt und man erkennt schnell, dass sie willkommen sind. Allesamt sind gut genährt, die meisten zutraulich und wenn die Person erscheint, die für die Katzen zuständig ist, kommen sie aus allen Ecken gerannt, um eine Streicheleinheit  und ein Leckerli zu ergattern. So sollten alle Katzen auf Höfen leben dürfen.

18.10.2024

Trubschachen BE

Ein ausserordentlich intensiver Fall führte uns nach Trubschachen im Kanton Bern. Die Landwirte meldeten sich bei uns, nachdem sie von Verwandten aus dem Kanton Luzern von unserer Arbeit erfuhren. Beim ersten Besuch vor Ort teilte man uns mit, dass es um die 25 Katzen auf dem Hof gäbe. Wie sehr sich die Halter doch irrten! Unglaubliche 60 Katzen fingen wir in der Folge ein, liessen sie untersuchen, behandeln, impfen, kastrieren und markieren. Viele Kätzinnen waren bereits schwanger, bei einigen war die Schwangerschaft soweit fortgeschritten, dass wir sie in Tierheimen unterbrachten, um ihnen eine stressfreie Geburt und Aufzucht der Jungen zu ermöglichen. Auch einige Kitten konnten wir zum Glück in neue Zuhause geben. Bis auch die letzte Katze gesichert war, vergingen drei Monate. Monate in denen wir unzählige Kilometer bewältigen mussten, denn der Hof war abgelegen; niemand von uns wohnte wirklich in der Nähe. Durchhaltewillen und Biss waren hier besonders gefragt! Die Halter waren sehr hilfsbereit und dankbar, konnten sich aber finanziell nicht beteiligen. So war dieser Fall nicht nur sehr zeit- auch sehr kostenaufwändig. Zum Glück aber endet hier endlich das ganze Elend und sollte eine Katzen zulaufen, wissen die Leute, wo sie uns finden.

10.10.2024

Aargau AG

Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir kein Fan vom Züchten sind. Das Züchten von Tieren macht für uns nur Sinn, wenn es um die Arterhaltung geht. In allen anderen Fällen finden wir es überflüssig, vor allem in Anbetracht der vielen heimatlosen Tiere. Natürlich gibt es bei den Züchtern grosse Unterschiede und bestimmt gibt es verantwortungsvolle, die das Beste für die produzierten Tiere wollen. Aber mit solchen haben wir selten zu tun.

Wenn das Züchten aus dem Ruder läuft, muss oft der Tierschutz eingreifen. Bereits zum dritten Mal wurden wir in diesem Jahr um Hilfe gebeten, weil Züchtern alles über den Kopf gewachsen war. Wir helfen gern, wenn wir dadurch den Tieren helfen können. Allerdings nur dann, wenn die Zucht aufgegeben wird und dies per Vertrag mit Konventionalstrafe vereinbart wird.

Wir können nicht immer umgehend handeln, sondern brauchen etwas Zeit, um gemeinsam mit Tierheimen die Unterbringung der Tiere oder eine Direktvermittlung zu organisieren. Auch im vorliegenden Fall war vertraglich eine Übergangsfrist vereinbart, damit wir in Ruhe gute Lösungen hätten suchen können. Doch der Dame ging es nicht schnell gut. Kurz nach Vertragsunterzeichnung rief sie uns an und drohte, sämtliche Tiere töten zu lassen, würden wir sie nicht umgehend abholen. Leider war davon auszugehen, dass diese Person ihre Drohung wahrmachen würde, weshalb wir die Tiere sofort geholt haben.

Es sind alles Katzen der Rasse Devon Rex. Eine Rasse, deren Züchtung leider nicht verboten ist, obschon sie in Tierschutzkreisen klar unter Qualzucht fällt. Das gewellte und lockige Fell mag vielen gefallen, ist aber einem Gen-Defekt zu verdanken. Die Haare sind dünn und kurz, auch die Tasthaare sind gekräuselt oder verdreht und dadurch unbrauchbar. Nicht selten fehlen sie sogar ganz. Aufgrund eines Keratinmangels fehlen an manchen Stellen die Haare sogar ganz. Die Katzen haben mit einigen Problemen zu kämpfen, die unseren «normalen» Hauskatzen fremd sind. Das kümmert Züchter aber nicht. Ihnen geht es um Profit, um persönliche (und egoistische) Verwirklichung und ganz sicher nicht ums Tier, wie die Dame des aktuellen Falles mehr als deutlich bewiesen hat.

Wir haben die Kobolde abgeholt und werden für eine gute Unterbringung sorgen. Wir hoffen, dass sie die Vernachlässigung der letzten Jahre vergessen können. Es sind liebe Katzen, die eine sorgenfreie Zukunft mehr als verdient hätten.

Es sind bei weitem nicht einfach die Landwirte, die für das Katzenelend sorgen. Die Anzahl an Rassekatzen, denen wir helfen müssen, steigt immer weiter an und für diese Katzen sorgen Züchter, die des Profites wegen ständig für Katzennachwuchs sorgen.

08.10.2024

Willisau LU

Eigentlich rief man uns wegen Katzen, die niemandem gehörten in die Gegend von Willisau, doch als wir die Fallen aufstellten, informierte uns ein besorgter Anwohner über junge Katzen, die jämmerlich von einem Balkon her miauten. Die Katzen schienen ausgesperrt, kümmern würde sich niemand.

Unsere Recherchen ergaben, dass die Halter in den Ferien weilten, die Katzen mit Futter für zwei Wochen auf den Balkon gesperrt hatten, ohne jemandem Zugang zur Wohnung zu geben. Eine der Katzen hatte sich inzwischen das Halsband im Maul verklemmt und konnte so weder essen noch trinken. Wie lange diese Situation schon bestand war nicht ersichtlich.

Wir riefen zuerst die Tierschutzfachstelle der Polizei an, doch diese winkte ab. Wir müssten uns direkt bei der Polizei melden. Aber auch die Polizei fühlte sich nicht zuständig, nicht einmal, als wir erklärten, dass es sich zumindest bei einem der Kätzchen um einen Notfall handle. Wir müssten selbst herausfinden, wo die Halter seien und diese dann kontaktieren.

Auf uns allein gestellt fingen wir an uns durchzufragen, klingelten bei allen und jedem und irgendwann hatten wir tatsächlich die Telefonnummer der Halter in der Hand. Wir riefen diese an und bekam nach Schilderung der Lage per WhatsApp die Erlaubnis, mit einer Leiter auf den Balkon zu steigen, um die Katze aus ihrer Misere zu befreien. Gesagt, getan.

Nach Rücksprache mit den Haltern brachten wir die Patientin zu einer Tierärztin, die bestätigte, dass die Katze in Lebensgefahr war und die Rückkehr der Halter nicht mehr erlebt hätte, ohne unser beherztes Eingreifen. Die Rechnung für den Tierarztbesuch übernahmen die Halter anstandslos.

In einem anschliessenden Gespräch klärten wir die Familie über die Bedürfnisse von Katzen auf und erreichten, dass die Leute nicht nur ein sehr schlechtes Gewissen hatten sondern auch überaus dankbar waren. Sie versicherten, dass sie zukünftig rechtzeitig für einen Catsitter sorgen und die Katzen zudem auch kastrieren würden. Von einer Anzeige werden wir absehen, weil die Halter sich einsichtig zeigen. Eigentlich wäre es strafrechtlich relevant gewesen, ein solches Verhalten. Aber das interessiert in Luzern ja offensichtlich einmal mehr keine offizielle Stelle.

08.10.2024

Sempach-Station LU

Ein spezieller Fall führte uns nach Sempach im Kanton Luzern. Auf einem Hof hatte jahrelang  eine Dame, die sich als Tierschützerin bezeichnete, die Katzenkinder geholt, um sie zu verkaufen. Sie selbst hat nie für Kastrationen gesorgt. Zwar wurden vor einigen Jahren mal ein paar Katzen durch lokale Tierschutzorganisationen kastriert, aber leider hatte man einige unkastriert zurückgelassen. Da nun zuviele Katzen auf dem Hof waren und man keine Plätze mehr für die Jungtiere fand, wollte man nun definitiv alle Katzen kastrieren und unterschrieb unsere Kastrationsvereinbarung. Obschon die Situation nicht ganz einfach war, konnten alle Katzen eingefangen, untersucht, behandelt, geimpft und kastriert werden. 11 Kitten, die bereits entwöhnt waren, wurden an andere Tierschutzorganisationen übergeben werden. Eine Mutter mit ihren Kitten konnten wir in einem Tierheim unterbringen, damit sie sich in Ruhe um die Kleinen kümmern kann bis sie alt genug sind. Der Landwirt ist zufrieden, dass er nun auf einen gesunden, kastrierten Katzenbestand blicken darf und ist froh, diesen Schritt getan und die Zusammenarbeit mit uns gesucht zu haben.

21.09.2024

Zürich ZH

Wer denkt, das Katzenelend beschränkt sich auf ländliche Gebiete irrt. Am Stadtrand von Zürich tummeln sich ebenfalls viele herrenlose Katzen.

Eine Never Ending Story scheinen wir in der Gegend Dolder bis Gockhausen zu haben. Unzählige Katzen haben wir hier schon eingefangen und kastrieren lassen. Der Fall der vor kurzem an uns herangetragen wurde, war ein sehr kniffliger. Eine Katzenmutter mit sechs Kitten wurde gesichtet, zügelte ihre Kinder aber jedesmal woanders hin, wenn sie mit Einfangen beginnen wollte. Schliesslich entdeckten wir sie wieder bei einem Wohnhaus an einer Hauptstrasse. Vorsicht war angebracht, weil die Gefahr bestand, dass eine der Katzen auf die Hauptstrasse rennen könnte, würde sie panisch werden. Und der Verkehr ist dort mörderisch.

Zum Glük gelang es uns zügig, die ganze Familie einfangen. Wie immer stellten wir dennoch weiterhin die Überwachungskamera und bemerkten, dass zwei Nächte hintereinander eine Bekannte von uns, die wir schon kastriert hatten, vorbei kam, offensichtlich um der Mami bei der Versorgung der sechs Kitten zu helfen. Ihre Rufe trafen uns mitten ins Herz. Wir überlegten hin und her und schliesslich beschlossen wir, die Kätzin nochmals einzufangen und mit der Familie zu vereinen. Zumindest bis die Kleinen flügge sind und wir dann die beiden Kätzinnen zusammen wieder freilassen können.

Gesagt, getan. Nach einem weiteren Nachteinsatz war die schöne Schwarze in der Falle und wurde mit ihrer Freundin wiedervereint. Man unterschätzt viel zu oft das Band, dass auch Tiere intensiv verbinden kann. Trotz Massenkastration versuchen wir, auf jedes einzelne Wesen einzugehen. Weil jedes Leben einmalig ist. Weil jedes Leben zählt.

11.09.2024

Retschwil LU

Ein für das Katzenelend in der Schweiz beispielhafter Fall brachte uns ins luzernische Retschwil. Im Frühling lebten lediglich drei unkastrierte Katzen auf dem Hof. Als wir im Sommer um Hilfe gebeten wurden, waren es bereits dreimal so viele. Für eine Kätzin, die bereits wieder kurz vor Niederkunft war, mussten wir umgehend eine Pflegestelle organisieren, damit sie ihre vier Kinder in Ruhe und Sicherheit gebären kann. Drei weitere Kitten konnten wir zum Glück in einem Tierheim unterbringen. Auch hier mussten wir für die letzte Kätzin viel Durchhaltewillen zeigen, bis auch diese nach zwei Monaten endlich in die Falle ging.

Kastrationen sind das einzige Mittel Leid zu verhindern bevor es entsteht. Die Katzenpopulation auf dem Hof wäre fortlaufend gestiegen. Wir sind froh, dass wir diesem endlosen Kreislauf wenigstens hier ein Ende setzen konnten.

09.09.2024

Herbligen BE

Wir bleiben bei jedem Fall dran, bis wir sicher sind, dass auch die letzte Katze in die Falle ging und kastriert wurde. Nur so endet der Kreislauf des Elends zumindest am betreffenden Einsatzort. So auch in Herbligen im Kanton Bern. Über drei Monate dauerte es, bis schliesslich auch der scheue Kater „Fränzu“ in die Falle ging. Da auf diesem Hof bereits einige wenige Katzen kastriert, jedoch nicht markiert waren, war es nicht ganz einfach, immer die richtigen zu erwischen. Auch erwarteten einige Kätzinnen Nachwuchs oder hatten bereits welchen, was das Vorgehen jeweils erschwert. Acht Jungtiere durften wir in einem Tierheim unterbringen, 18 erwachsene Tiere wurden nach dem Einfangen untersucht, geimpft, gegen innere und äussere Parasiten behandelt, kastriert und markiert. Sie durften wieder zurück in ihr Revier, wo sie gefüttert  werden und einen warmen Schlafplatz haben. Die Halter haben aktiv mitgeholfen, worüber wir sehr froh waren, ist das doch leider nicht selbstverständlich.

03.09.2024

Aesch LU

Erneut waren wir im Wahlkreis Hochdorf des Kantons Luzern. Ein Kanton mit besonders viel Katzenelend. Rund 25% unserer Einsätze führen uns in diese Region. Eine TPA hatte uns gebeten, uns diesem Fall anzunehmen und hatte aktiv beim Fangen mitgeholfen. Auf dem Hof hatten die Kätzinnen bereits Nachwuchs. Zum Glück konnten wir die Kitten über Tierheime an gute Plätze vermitteln. Die erwachsenen Katzen gingen kastriert, geimpft und markiert zurück auf den Hof. Zum Glück hat der Landwirt eingewilligt, sämtliche Katzen zu kastrieren. Nicht auszudenken, wieviele Katzen sich ansonsten im nächsten Frühling auf dem Hof getummelt hätten.

29.08.2024

Les Pommerats JU

Einer Melderin aus dem Kanton Jura waren mehrere verwilderte Katzen zugelaufen. Ihren Ursprung hatten die Katzen in einem Nachbarhaus, dessen Halter weggezogen sind und die Katzen zurückliessen. Als das Haus abgerissen wurde, haben sich die Katzen bei ihr einquartiert.  Sie bat um Hilfe, weil sie befürchtete, dass es bald noch viel mehr Katzen sein würden, da die Tiere alle unkastriert waren.

Eine Kätzin mit ihren Kitten konnten wir in einem Tierheim unterbringen, wo sie ihre Babys in Sicherheit aufziehen konnte. Sie durfte danach kastriert wieder retour auf den Hof, die Kitten wurden durch das Tierheim vermittelt. Ein zahmer, alter und kränklicher Kater Namens Pommels benötigte weitaus mehr als das Standard-Programm. Ihm musste das gesamte Gebiss saniert werden. Er hatte zudem mit Schnupfen, Ohr-Milben und mit zusätzlichen altersbedingten Herausforderungen zu kämpfen und bekam die entsprechende Behandlung.  Für ihn fanden wir ein neues Zuhause, wo er rundum versorgt und verwöhnt wird. Alle weiteren Katzen wurden ebenfalls eingefangen, untersucht, behandelt und kastriert und durften zurück auf den Hof.

02.07.2024

Guggisberg BE

In der Gemeinde Guggisberg im Kanton Bern wurden uns eine zugelaufene Mutterkatze und ihre vier Kitten auf dem Dachstock in einer Gärtnerei gemeldet. Die Melder fütterten die Katzenfamilie an, sodass sie glücklicherweise rasch von uns eingefangen und in ein Tierheim gebracht werden konnten.

02.07.2024

Alpnach OW

Viele Jahre lang hat man versucht mit der Bäuerin ein vernünftiges Gespräch betreffend Kastrationen der Katzen zu führen. Tierschutzvereine, angrenzende Bauern, Anwohner – niemand hatte Erfolg. Im angrenzenden Quartier hatten mittlerweile alle zugelaufenen Katzen von diesem Hof. Die Bäuerin hat jahrelang lieber getötet als kastriert. Als der Sohn den Hof übernahm haben wir einen weiteren Versuch gestartet und dieses Mal hat es geklappt. Der Jungbauer sah die Notwendigkeit ein und hat sofort unsere Bauernhofvereinbarung unterschrieben. Alle Katzen wurden eingefangen, untersucht, behandelt und kastriert und ein paar Tage nach der Kastration wieder auf dem Hof frei gelassen.

04.05.2024

Rain LU

Einmal mehr führte uns eine Meldung nach Rain im Kanton Luzern. Ein junger Bauer hatte den Hof von seinem Vater übernommen, der über all die Jahre nie eine Katze kastrieren lassen wollte. Das sollte sich nun ändern.

Angesichts der Jahreszeit mussten wir sehr sorgfältig vorgehen, war doch rasch klar, dass viele Kätzinnen schwanger sein mussten oder allenfalls schon geboren hatten. Über mehrere Tage stellten wir die Kamera, um uns einen Überblick zu machen. Dank unserer Partner-Praxis in Sins konnten wir schliesslich an einem Abend bereits die ersten Tiere einfangen und schnell kontrollieren lassen, ob sie nur dicke Bäuche hatten oder tasächlich schwanger waren. Wir stellten fest, dass einige dicke Bäuche nicht etwa auf eine Schwangerschaft sondern auf einen massiven Wurmbefall zurückzuführen waren. Die Katzen waren allgemein in keinem guten Gesundheitszustand und es war für viele wohl die letzte Rettung, die sie durch uns erfuhren. Wir blieben dran, bis wir alle Katzen hatten.

26 erwachsene Katzen haben wir kastriert. Fünf Mütter mit insgesamt 17 Kitten brachten wir in Tierheimen unter. Mit dem Jungbauern wurde vereinbart, dass er sich meldet, sollte ein Neuzugang entdeckt werden und dass die Katzen künftig gefüttert werden müssen. Wir stellen hierfür regelmässig Futterspenden zur Verfügung, wobei er einen grossen Teil selbst beisteuern muss.

02.04.2024

Läufelfingen BL

In Läufelfingen im Kanton Baselland waren wir schon unzählige Male im Einsatz. Es hat sich herumgesprochen, dass wir den Landwirten helfen, die verwilderten Katzen zu kastrieren. Im vorliegenden Fall hatte das Landwirte-Paar die Hofkatzen bereits kastrieren lassen, jedoch einen Wurf nicht entdeckt und die vier Jungkatzen verwilderten, so dass sie sie nicht selbst haben einfangen können.

Wir halfen gern und konnten die Tiere sehr schnell sichern. Sie waren bereits alt genug, um das Kastrationsprogramm zu durchlaufen und durften anschliessend wieder auf den Hof zurück.

02.04.2024

Rafz ZH

Auch das Osterwochenende stand ganz im Zeichen der Katzen, denn von überall her treffen neue Fallmeldungen ein. Eine der Herausforderungen ist es, genügend Kastrationstermine in Praxen zu bekommen. Die Tierarztpraxis Rohner in Niederglatt kam uns zu Hilfe und bot an, sowohl am Ostersonntag als auch am Ostermontag Katzen zu kastrieren. Eine riesige Hilfe angesichts der Dringlichkeit!

Für Sonntag gingen 15 Katzen in die Falle, die drei Nachzügler fingen wir am Montag früh ein. Alle wurden durch das sympathische Tierärzte-Team untersucht, gegen innere und äussere Parasiten behandelt, markiert und wo möglich auch kastriert und markiert. Bei vier Kätzinnen war die Schwangerschaft schon zu weit fortgeschritten, als das ein Abbruch vertretbar gewesen wäre. Zum Glück fanden sie alle Aufnahme in Tierheimen. So können sie behütet und umsorgt ihre Babys gebären und aufziehen. Wenn die Kleinen alt genug sind, dürfen die Mütter kastriert auf den Hof zurück.

Die Landwirte des Hofes in Rafz im Kanton Zürich hatten uns um Hilfe gebeten, weil mehrere unkastrierte Katzen zugelaufen waren oder vor Ort ausgesetzt wurden. Ihre drei eigenen Katzen hatten sie bereits kastriert und sie befürchteten, dass es schnell zu einer Überpopulation kommen würde ohne unser einschreiten. Hätten alle Kätzinnen Nachwuchs gehabt, wären in den nächsten Wochen um die 30 Katzen hinzugekommen. Nun ist der Bestand tiergerecht und nachhaltig kontrolliert worden und die Landwirte waren sehr dankbar für unsere Hilfe.

02.04.2024

Hünenberg ZG

Einem Restaurantbetrieb in Hünenberg im Kanton Zug fielen zahlreiche verwilderte Katzen auf. Sie suchten Hilfe bei der Gemeinde. Diese verwies an das Veterinäramt, welches sich aber nicht für zuständig hielt und an den lokalen Tierschutz verwies. Dieser wiederum hatte keine Kapazität für den Fall und empfahl der Melderin uns zu kontaktieren. Leider sind wir in über der Hälfte aller Fälle bereits die zweite, dritte oder vierte Anlaufstelle und die Melder sind schon ziemlich frustriert. Im Bewusstsein, dass viele aufgeben, wenn sie nicht rasch Hilfe bekommen versuchen wir immer zu helfen, wenn es irgendwie geht. So auch in diesem Fall, wo wir acht Katzen eingefangen und in Sins untersuchen, kastrieren, impfen, markieren und gegen Parasiten behandeln liessen. Eine neunte war bereits hochschwanger und durfte ins Tierheim übersiedeln, wo sie in Ruhe und Sicherheit ihre Kinder gebären und nach erfolgreicher Aufzucht zurück ins Revier darf.

Es braucht etwas Überzeugungsarbeit, aber zu guter Letzt konnten wir die Leute vor Ort davon überzeugen, dass die Katzen wieder zurück in ihrem Revier bleiben sollten. Sie werden durch eine Anwohnerin gefüttert und allfällige Neuzugänge würden uns gemeldet werden.

02.04.2024

Broc FR

Kein einfacher Fall führte uns ins abgelegene Broc im Kanton Fribourg. Eine Dame hatte magere, unkastrierte Katzen entdeckt und aus Mitleid angefangen sie zu füttern, trotz ihrer knappen finanzellen Mittel. Sie erzählte dem Sozialamt von diesen Katzen. Dieses erkundigte sich beim Veterinäramt, wie den Katzen geholfen werden könne, denn diese müssten ja dringend kastriert werden.

Das Veterinäramt verwies an den lokalen Tierschutz. Der erste Verein wollte nur Fallen ausleihen, der zweite Verein ebenfalls, dieser hätte aber auch noch einen kleinen finanziellen Beitrag geleistet. Die tierliebe Frau, die die Katzen zu füttern angefangen hat, war komplett überfordert. Sie lebt am Existenzminimum. Die hilfsbereite Dame vom Sozialdienst schrieb erneut dem Veterinäramt. Dieses machte klar, dass es nicht zuständig sei und die Dame nun als Halterin gelte und das Problem selber lösen müsse. Sie könne sich ja sonst an NetAP wenden..

In vielen Kantonen verweisen die Veterinärämter einfach an uns und machen sich so das Leben sehr einfach. Für eine Kastrationspflicht einsetzen wollen sie sich nicht, sie befürchten, das gäbe dann noch mehr Arbeit.

Natürlich liessen wir die Dame nicht im Stich und fingen sämtliche Katzen ein. Mit Unterstützung der Anicura in Lausanne konnten wir alle untersuchen, behandeln, impfen, markieren und kastrieren lassen. Auch etwas Futter stellten wir zur Verfügung. Wir sind froh gibt es Menschen, die hinschauen und Hilfe suchen.

29.03.2024

Dagmarsellen LU

Gleich zwei Höfe auf einmal konnten wir in Dagmarsellen im Kanton Luzern durchkastrieren. Nachdem der erste Landwirt unterschrieben hatte, dass sämtliche Katzen kastriert werden sollen, sprachen wir den Nachbarbauer auch auf seine Katzen an und konnten auch ihn überzeugen, dass nur mit Kastrationen ein Katzenbestand tiergerecht und nachhaltig kontrolliert werden kann. Bei drei Kätzinnen war die Schwangerschaft schon zu weit fortgeschritten, so dass ein Abbruch nicht mehr in Frage kam. Sie fanden Aufnahme bei einer befreundeten Tierschützerin. Nach der Geburt und Aufzucht der Kitten dürfen die Mütter wieder auf die Höfe zurück, wo sie schon sehnsüchtig erwartet werden. Mehrfach betonten die sympathischen Landwirte, dass ihnen ihre zwölf  Katzen sehr am Herzen lägen.

15.03.2024

Liestal BL

Eine besorgte Anwohnerin meldete einen Fall in Liestal. Verwilderte Katzen lebten teils in einem Garten, teils im nahen Wald. Zwar wurden die Katzen von jemandem gefüttert, mehr jedoch war diese Person nicht bereit für die Katzen zu tun. Dier Melderin hatte schon tote Kitten entdeckt und bat den TSB Basel, diesem Elend ein Ende zu bereiten. Der TSB wiederum bat uns um Hilfe und wir nahmen uns dem Fall an. Zehn Katzen wurden eingefangen. Fünf Kätzinnen waren bereits hochschwanger und durften ins Katzenheim in Muttenz einziehen, wo sie in Ruhe und Geborgenheit ihre Kitten werden zur Welt bringen und aufziehen können. Die anderen fünf Katzen wurden untersucht, behandelt, geimpft und kastriert. Eine Katze hatte eine Verletzung am Auge, die behandelt werden musste. Schliesslich durften alle Katzen in ihr Revier zurück. Hätten wir nicht so schnell gehandelt, wären wohl 15 bis 20 weitere Katzen vor Ort in eine ungewissen Zukunft geboren worden.  

11.03.2024

Oberhasli ZH

Eine Katzenpopulation auf einem Hof in Oberhasli drohte aus dem Ruder zu laufen, weil ein Anwohner es unterlassen hatte, eine seiner Katzen zu kastrieren. Sie gebar fünf Katzenkinder, die bei Kontaktaufnahme mit uns bereits verwildert waren. Wir liessen alle sechs Katzen untersuchen, kastrieren, impfen, behandeln und markieren und konnten für den Kleinsten, der eine Einschränkung zeigte, einen Platz finden. Die anderen mussten wir zurück bringen. Eigentlich hatte man erwartet, dass wir für alle wilden einen Platz finden würden. Doch woher nehmen? Würden die Leute vorher Verantwortung zeigen und rechtzeitig kastrieren, wir stünden nicht täglich vor der Herausforderung, wohin wir unerwünschte Katzen bringen könnten.

14.03.2024

Villars sur Glane FR

Ein komplizierter Fall führte uns in den Kanton Fribourg nach Villars sur Glane in zwei Schrebergärten. Es habe unzählige unkastrierte Katzen hiess es in der Meldung. Ein Augenschein vor Ort bestätigte eine grössere Anzahl an Katzen. Leider schlug man alle unsere Vorgaben in den Wind, hielt sich nicht an Abmachungen und vergass uns zu informieren, dass einige Katzen schon kastriert waren. Schliesslich zog sich der Fall sehr lange hin, wobei wir schliesslich doch – hoffentlich – alle Katzen erwischt haben. Die Katzen, die bereits kastriert waren, bekamen noch eine Zahnbehandlung, die bitter nötig war, so dass sich die erneute Narkose für sie wenigstens gelohnt hatte.

10.03.2024

Mümliswil SO

Noch nicht ganz 100, aber bald! So viele Katzen haben wir in Mümliswil im Bezirk Thal des Kantons Solothurn schon eingefangen. Den letzten Fall konnten wir grad abschliessen. Ein Landwirt hat durch einen anderen Landwirt von unserer Arbeit erfahren und bat uns, ihm ebenfalls zu helfen, den gesamten Katzenbestand zu kastrieren.

Die Zeit eilte, denn bereits waren die Kätzinnen rollig. Sofort organisierten wir den Einsatz und blieb dran, bis alle 21 Katzen in der Falle waren. Eine Kätzin war bereits in einem fortgeschrittenen Stadium schwanger und durfte deshalb vorübergehend ins Tierheim des TSB in Muttenz einziehen. Zwei Katzen hatten eine Kopfschiefhaltung und mussten genauer abgeklärt werden. Eine ältere Katze blieb ebenfalls länger bei uns, um noch einige Tage überwacht zu werden. Alle übrigen durften zurück in ihr Revier.

08.03.2024

Rüeggisberg BE

Der Fall kam über den Berner Tierschutz zu uns. Auf einem Hof in Rüeggisberg sind mehrere Katzen zugelaufen. Vermutlich von Höfen in der Nähe. Die Landwirte ärgern sich. Ihre eigenen Katzen sind kastriert. Sie sind gerne bereit mitzuarbeiten jedoch nicht die Kosten zu tragen. In der Folge fangen wir 7 Kätzinnen und 6 Kater ein und lassen sie in Grösshöchstetten untersuchen, kastrieren, impfen, behandeln und markieren. Der Berner Tierschutz beteiligt sich zum Glück an den Kosten.

Alle Katzen durften zurück und werden von den freundlichen Landwirten mitgefüttert. Darüber sind wir sehr froh, denn Plätze für scheue oder sogar verwilderte Katzen zu finden wird immer schwieriger.

07.03.2024

Niederbuchsiten SO

Von sechs Katzen war die Rede, als wir auf dem Hof in Niederbuchsiten die Kastrationsvereinbarung unterschreiben liessen. Zehn waren es schliesslich, die wir eingefangen hatten. Weil wir dranblieben und die Kamera noch eine Weile gestellt hatten.

Allzu oft wissen die Landwirte nicht, wieviele Katzen sie wirklich haben. Weil immer mal eine zuläuft, ab und zu Jungtiere auf die Welt kommen und nicht alle Abnehmer finden und aus vielen weiteren Gründen. Deshalb ist es wichtig, die Situation zu analysieren und dranzubleiben, bis wir sicher sein können, dass keine Katze unkastriert zurückbleibt.

Die letzte Katze – die wir Natalia getauft haben – ging eine ganze Weile nicht in die Falle. Hätten wir aufgegeben, hätte es schon bald 3-6 weitere Büsis auf diesem Hof gehabt und wir hätten quasi von vorne anfangen können.

01.03.2024

Grosswangen LU

Eigentlich waren wir wegen eines anderen Falls unterwegs, als wir per Zufall auf der Wiese neben einer Strasse eine Katze in einem erbärmlichen Zustand auffiel. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit die Katze einzufangen, doch der Anblick des armen Geschöpfs liess uns nicht mehr los. Schliesslich fanden wir heraus, wohin der Kater gehörte. Auf dem Hof wusste man vom Zustand dieser Katze, war aber nicht bereit, ihm zu helfen.

Wir konnten den Landwirt überzeugen, dass wir alle Katzen einfangen, behandeln und kastrieren durften und Gino – so haben wir den Patienten getauft – einfangen und mitnehmen konnten. Ginos Leben hing an einem seidenen Faden. Er war komplett unterernährt, hatte massiven Durchfall, chronischen Schnupfen und weitre Baustellen. Er blieb zwei Wochen stationär bei uns und bekam Medikamente übers Futter, die er problemlos einnahm. Für einmal hatte er ständig einen gefüllten Futternapf vor der Nase. Die andern 11 Katzen konnten einen Tag nach dem Tierarztbesuch wieder zurück in ihr Revier.

29.02.2024

Schenkon LU

Immer wieder Kanton Luzern! Der Kanton Luzern ist ein Kanton mit besonders viel Katzenelend. Dieser Fall wurde durch eine befreundeten Tierschützerin an uns herangetragen. Einer fast 90 jährigen Frau sind verwilderte Katzen zugelaufen. Sie füttert sie, aber zu mehr ist sie aufgrund des Alters nicht mehr in der Lage. Eines der Büsis ist komplett unterentwickelt. Sie seien vom Landwirtschaftsbetrieb nebenan hiess es. Als wir dort nachfragten, verneinte man. Man habe nur zahme Katzen und von denen wolle man Nachwuchs. Die Argumente, es habe doch schon viel zu viele Katzen kamen nicht an. Mangels Kastrationspflicht können die Landwirte vermehren so viel sie wollen. Da wird nichts reguliert, kaum je kontrolliert.

Uns blieb nur, dafür zu sorgen, dass sich die verwilderten Katzen bei der netten Dame nicht auch noch vermehren. Wir fingen sie ein, liessen sie untersuchen, behandeln, impfen und kastrieren und brachten alle, ausser den Kümmerling zurück. Der Kleine bleibt in unserer Obhut, bis er gesundheitlich soweit ist, dass er auch zurück kann oder aber ein Platz für ihn gefunden werden kann.

20.02.2024

Moutier BE

Der Fall kam über den Tierschutz Biel-Seeland zu uns, weil sich der Hof nicht in deren Einsatzgebiet befinde. 7-10 Katzen habe er, schätzte der Landwirt. 16 waren es insgesamt, die wir in der Folge einfingen. Einige waren in einem ziemlich schlechten Zustand und er wollte sie möglichst auch nicht zurück. Sechs Katzen brachten wir zurück, nachdem sie untersucht, behandelt, kastriert, geimpft und markiert wurden. Für die anderen Katzen fanden wir glücklicherweise neue Plätze. Wir erleben es so oft, dass Landwirte keinen Überblick haben über ihre Katzenpopulation. Umso dankbarer sind wir für jeden Hof, der alle Tiere kastrieren lässt.

20.02.2024

Olten SO

Eine Landwirtin meldete drei zugelaufene Katzen. Leider kämpfen verantwortungsvolle Landwirte, die alle Katzen kastriert haben, immer wieder mit dem Problem, dass sich neue Katzen auf dem Hof niederlassen und manchmal – falls zu spät bemerkt – für Nachwuchs sorgen. Natürlich helfen wir in solchen Fällen gern. Alle drei Katzen wurden mit Unterstützung der Landwirtin eingefangen und in unserer Partnerpraxis TiM untersucht, behandelt, kastriert, geimpft und markiert. Alle durften zurück auf den Hof, wo sie zukünftig mitgefüttert werden.

20.02.2024

Langenbruck BL

Ein Erfolg verzeichneten wir in Langenbruck. Im Bezirk Waldenburg im Kanton Basel Land waren wir schon oft unterwegs und haben viele Höfe durchkastriert. Ein Landwirt jedoch, der uns schon mehrfach gemeldet worden war wegen kranken Katzen, wollte einfach nicht kastrieren. Eveline hinterliess nach dem letzten Gespräch ihre Nummer in der Hoffnung, dass er sich vielleicht irgendwann umentscheidet.

Und endlich war es soweit. Der Landwirt bat uns, nun doch seinen Katzenbestand zu kastrieren. Es schien, als ob die Katzen darauf gewartet hätten, endlich aus diesem Kreislauf der unkontrollierten Vermehrung aussteigen zu können. Innert einer halben Stunde hatte Eveline sämtliche Katzen eingefangen. Rekordverdächtig!

Alle Büsis wurden untersucht, kastriert, gegen innere und äussere Parasiten behandelt, geimpft und markiert. Schliesslich duften sie zurück auf den Hof, wo sie von nun an ein Leben mit viel weniger Stress führen werden. Mission completed – ein Hof mehr, auf dem das Leid ein Ende hat.

18.02.2024

Solothurn SO

Elf Katzen aus einem Schrebergarten im Kanton Solothurn mussten verschwinden. Zwar wurden die Tiere regelmässig gefüttert, bereit mehr für die Katzen zu tun war man nicht. Auch wollte man sich nicht finanzielle beteiligen an den Kosten, die eine Kastration und Umplatzierung nun mal verursacht. Aktive Mithilfe? Weit gefehlt!

Trotzdem nahmen wir uns auch dieses Falles an und konnten zuletzt insgesamt 13 Katzen kastrieren und 11 davon erfolgreich umplatzieren.

15.02.2024

Buttisholz LU

Ein etwas komplizierter Fall führte uns im Januar nach Buttisholz im Kanton Luzern. Es gab unkastrierte Katzen auf einem Hof, die sich unkontrolliert vermehrten und Nachbarn hatten bereits welche adoptiert, wollten aber nicht mehr länger zuschauen, wie erneut Nachwuchs zur Welt kommt für den sich niemand verantwortlich fühlt. Entsprechend schien auch der Segen in der Nachbarschaft schief zu hängen. Verschiedene Organisationen wurden gemäss Aussage der Melderin vergeblich um Hilfe gebeten. Schliesslich verwies ein Verein an uns und wir fingen die Katzen ein. Alle wurden kastriert, geimpft, gegen innere und äussere Parasiten behandelt und kastriert. Sie konnten wieder zurück in ihr Revier.

12.02.2024

Eschenbach SG

Eine Privatperson meldete eine Katzenmutter mit drei Kitten. Die Familie hat sich auf dem Grundstück seines Ferienhauses einquartiert und war grundsätzlich willkommen, aber kastriert sollten alle werden. Wir finden alle Büsis ein und liessen sie bei unserem Partner, der Kleintierklinik in Wetzikon untersuchen, behandeln, kastrieren, impfen und markieren. Zurück im Revier erwartete die Familie an einer regelmässig gefüllten Futterstelle.

10.02.2024

Grosswangen LU

Sehr häufig sind wir in der Region Sursee im Einsatz. Auch dieser Fall führte uns nach Grosswangen, wo uns ein Landwirtepaar um Hilfe bei der Kastration aller Katzen gebeten hatte. Erfreulicherweise waren alle Katzen wohlgenährt, gesund und zahm. So ging es zügig voran und alle 10 Katzen konnten nach dem Durchlaufen unseres Kastrationsprogramms zurück auf den Hof.

10.02.2024

Kappel am Albis ZH

Die Schwiegertochter rief uns zu Hilfe, damit auf dem Hof Ruhe einkehren und keine Kätzchen mehr zur Welt kommen würden. Es sind oft die Schwiegertöchter, die erkennen, dass ein tiergerechtes und nachhaltiges Populationsmanagement nur durch die Kastration sämtlicher Katzen erfolgen kann.

Wir fingen in der Folge alle Katzen auf dem Hof ein. Die Landwirtin half engagiert mit, fütterte nur noch in der Falle, stellte selbständig Fallen zum richtigen Zeitpunkt und unterstützte, wo sie nur konnte. Alle 11 Katzen (8 Weibchen und 3 Kater) wurden untersucht, kastriert, geimpft, gegen innere und äussere Parasiten behandelt und markiert. Allein die 8 Kätzinnen hätten schon im Frühjahr für ca. 24 Kitten gesorgt. Kastrationen sind elementar und der einzige Weg zur nachhaltigen und tiergerechten Populationskontrolle.

10.02.2024

8. Kastrationstag Lyssach

Am Einsatztag in der Covetrus CH in Lyssach am Samstag, 10. Februar 2024 durchliefen 101 Katzen das NetAP-Kastrationsprogramm. 62 Kätzinnen und 39 Kater, davon 4 Kryprorchiden lagen auf den Operationstischen.

Wir hatten mit einigen Herausforderungen zu kämpfen: Krankheitsausfälle, beschlagnahmte Katzen, die ein Sonderprogramm erhalten mussten, Katzen, die nicht zurück durften, einige besondere medizinische Herausforderungen, eine Ausreisserin (die wir zum Glück wieder einfangen konnten) und und und… Nach einem entsprechend etwas harzigen Start in den Tag spielte sich bald alles ein und schliesslich wurde mit dem grossen Kater Richard Löwenherz (Bild) das letzte Büsi an diesem Tag um 16.00h kastriert. Bis alle Katzen wieder wach waren und Lust hatten, einen Happen zu essen, vergingen dann nochmals zwei Stunden, in dieser Zeit aber konnten die ersten Aufräumarbeiten beginnen.

25 Katzen kamen entweder ins Tierheim, in Auswilderungsplätze oder auf Pflegestellen. Für drei Katzen organisierten wir stationäre Plätze, weil wir sie noch ein paar Tage beobachten lassen wollen. Alle anderen werden heute im Verlaufe des Tages in ihren Revieren freigelassen, wo sie fortan ein Leben mit viel weniger Stress werden führen können.

62 Kätzinnen hätten im Frühjahr für etwa 240 Katzenkinder gesorgt. Viele von ihnen hätten wohl nicht überlebt. 39 Kater wären im Frühjahr auf Brautschau gegangen. Viele von ihnen wären in dieser Zeit verunfallt, weil sie hormongesteuert und kopflos sind in dieser Zeit.

𝐁𝐞𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧𝐝𝐞𝐬 𝐋𝐞𝐢𝐝 𝐥𝐢𝐧𝐝𝐞𝐫𝐧, 𝐧𝐞𝐮𝐞𝐬 𝐄𝐥𝐞𝐧𝐝 𝐯𝐞𝐫𝐡𝐢𝐧𝐝𝐞𝐫𝐧 – das ist unsere Mission und an diesem erfolgreichen Kastrationswochenende haben wieder viele grossartige Menschen dazu beigetragen. 

07.02.2024

Wyssachen BE

Ein Landwirt bat um Hilfe beim Einfangen seiner Katzen. Er hatte zuvor schon mehrere Organisation um Hilfe ersucht, doch niemand schien Kapazität zu haben. Er war bereit – was eher ungewöhnlich ist – die Katzen zu seinem Tierarzt zu bringen und sämtliche Kosten vollumfänglich selbst zu übernehmen. Alle elf Katzen konnten in Rekordzeit eingefangen werden und der Landwirt war sehr glücklich über die rasche und unkomplizierte Hilfe.

31.01.2024

Menzingen ZG

Ein Landwirtschaftsbetrieb mit einem Dutzend unkastrierter Katzen war endlich soweit, die Katzen einfangen und kastrieren zu lassen. Am liebsten wollte man nur noch die jungen, zahmen Katzen zurück. Die Wilden sollten wir umplatzieren. Wir mussten den Haltern klar machen, dass wir keine Plätze à Discrétion für verwilderte Katzen haben. Glücklicherweise war das Tierheim Strubeli bereit, es mit 6 der jüngeren Katzen zu versuchen und so konnten wir sie dem Tierheim übergeben. Die anderen sechs gingen nach Absolvierung des NetAP-Kastrationsprogrammes zurück auf den Hof.

31.01.2024

Ebersecken LU

Auch dieser Fall übernahmen wir von einer Drittorganisation, die selbst nicht einfangen geht. Auf einem Hof sollten vier unkastrierte Katzen eingefangen werden. Da sie zahm waren, konnten wir sie rasch einpacken. Sie wurden untersucht, behandelt, kastriert und geimpft. Alle vier durften wieder in ihr Revier zurück.

25.01.2024

Mosnang SG

Ein trauriger Fall führte uns nach Mosnang im Kanton St. Gallen. Eine Anwohnerin hatte sechs verwilderte Katzen angefüttert und zog weg. Sie konnte die Katzen nicht mitnehmen und der Landwirt, auf dessen Areal sie lebte stellte in Aussicht, die Katzen zu töten, sollten sie nach ihrem Umzug noch da sein. Wie sehr oft in solchen Fällen kam auch besagte Dame recht kurzfristig mit ihrem Problem zu uns und half selbst kaum mit bei dessen Lösung.

Von den sechs Katzen waren zwei nicht mehr da. Wochenlang hatten wir die Überwachungskameras gestellt ohne eine Sichtung. Vier Katzen konnten wir einfangen. Sie wurden untersucht, behandelt, getestet, geimpft, kastriert. Die Schildpatt hatte sehr schlimme Zähne und musste einer Zahnsanierung unterzogen werden.

Kein von uns kontaktiertes Tierheim wollte die Katzen aufnehmen.  Zum Glück fanden wir einen wundervollen Platz auf einem Reiterhof in Bern für die vier. Vorkontrolle, Zwingeraufbau, Transport durch die halbe Schweiz. Das alles kam dazu. Ein intensiver Fall und ein teurer obendrein, denn die Dame hatte kein Geld für die Tiere. Es gibt kaum Tierschutzorganisationen die sich solchen Fällen annehmen. Und die eigentlichen Verursacher werden von Bundesbern geschützt.

24.01.2024

Uhwiesen SH

Ein Landwirtschaftsbetrieb hatte sich bei einer Drittorganisation gemeldet und um Hilfe für die Kastration der Katzen auf dem Hof gebeten. Der Fall landete bei uns, da nur sehr wenig Organisationen aktiv an der Front im Einsatz sind und die Ausrüstung und das Know-how haben, um verwilderte Katzen einzufangen. Die Katzen wurden eingefangen in der Tierklinik Schaffhausen untersucht, behandelt, geimpft, kastriert und markiert. Eine Katze wollte der Landwirt nicht mehr zurück, weil sie «hässlich» sei. Die Katze hatte zahlreiche Wunden am Körper. Wir sollten sie einschläfern hiess es, was wir natürlich nicht taten. Ulyssa, wie wir die wilde Katze tauften, wurde in der Folge veterinärmedizinisch versorgt und schliesslich fanden wir einen Platz für sie, wo sie behütet und unter Aufsicht ihr Leben in grösst möglicher Freiheit geniessen kann.

23.01.2024

Honau LU

Auch dieser Fall kam über Dritte zu uns. Viele Jahre gab es auf diesem Hof eine unkontrollierte Vermehrung. Was mit den Kitten jeweils passiert ist, entzieht sich unserer Kenntnis. 32 Katzen fingen wir ein, davon 22 Kätzinnen. Einige wenige Katzen durften nicht zurück, weil die Farbe nicht passte (!). Die restlichen waren wieder willkommen, einige aber brauchten zuerst weit mehr als nur das Kastrationsprogramm. So hatten 3 Katzen eine Hernie, eine Katze ein geschwollenes Bein, mehrere hatten Schnupfen und auch die Zähne mussten bei einigen gemacht werden. Wir waren froh, konnten wir den Fall abschliessen, bevor es nachwuchs gab. 22 Kätzinnen hätten im Frühjahr für ca. 60 Neugeborene gesorgt.

22.01.2024

Hohenrain LU

Auf einem bereits druchkastrierten Hof in Hohenrain tauchten neue Katzen auf. Alle unkastriert, drei davon weiblich. Damit im Frühjahr nicht wieder viele Kitten zur Welt kommen, haben wir alle umgehend eingefangen und in der Tierklinik Mittelland untersuchen, behandeln, impfen, kastrieren und markieren lassen. Alle Katzen durften wieder auf den Hof zurück, wo eine bediente Futterstelle zu ihrem Wohlbefinden beiträgt.

22.01.2024

Ohmstal LU

Viel zu lange war das Wort Kastration auf dem Hof in Ohmstal im Kanton Luzern ein Fremdwort. Immerhin hatten die Katzen das Glück, dass sie ins Haus durften und regelmässig gefüttert wurden. Nun aber wollte man die Katzen nicht mehr. Zum Glück waren einige Katzen durch das Füttern etwas zutraulich geworden, so dass wir von den 15 Katzen 10 nach der Kastration umplatzieren konnten mit Hilfe von Tierheimen. Bei einem Kater musste ein Auge entfernt werden, weil er sich dieses irgendwann verletzt, nie aber jemand reagiert hatte. Hätte man den Kater rechtzeitig zum Tierarzt gebracht, hätte sein Auge gerettet werden können. 5 Katzen gingen zurück ins Revier. Sie waren zu wild für eine Vermittlung.

20.01.2024

Würenlos AG

Ende 2023 konnten wir einen Fall nochmals aufrollen, den wir im Jahr davor abbrechen mussten, weil eine Drittorganisation dazwischenfunkte. Nun war der Landwirt endlich bereit, alle Katzen einfangen zu lassen, die Drittorganisation wollte aber nicht helfen. Also kam er wieder auf uns zu.

Einen Teil hatten wir schon 2022 kastriert. Nun ging auch noch der Restbestand von elf Katzen in die Fallen, die wir in verschiedenen Praxen untersuchen, behandeln, impfen, markieren und kastrieren liessen. Eine Katzen brauchte eine umfassende Zahnsanierung, diese bekam sie in der Tierklinik Mittelland. Eine zweite hatte eine alte Augenverletzung, leider aber konnte man nicht mehr helfen. Schliesslich hatte es noch einen schwer kranken Kater, der in einem so schlimmen Zustand war, dass ihm nicht mehr geholfen werden konnte. Immerhin konnten wir verhindern, dass er in den nächsten Tagen irgendwo unter einem Gebüsch qualvoll gestorben wäre. Alle anderen Katzen konnten zurück ins Revier, wo sie regelmässig gefüttert werden.

19.01.2024

Basel Stadt BS

Der Kater lebte in einem Wohnquartier mitten in der Stadt Basel, offensichtlich als unkastrierter, heimatloser Streuner. Bei Wind und Wetter schlief er irgendwo draussen, bekam da und dort Futter, zeigte sich stets vorsichtig und verschwand, wenn man ihm zu nahe kam. Wir wurden gebeten ihn einzufangen und zum Tierarzt zu bringen, wo er untersucht, behandelt, getestet, geimpft und kastriert wurde. Beim Tierarzt erkannte Bushido wohl seine Chance und zeigte sich von seiner besten Seite. Der wunderschöne Kater war freundlich und dem Menschen zugewandt, so dass wir uns entschieden, ihn dem Tierheim anzuvertrauen, damit ein Zuhause für ihn gefunden werden kann.

Mitten in der Stadt Basel leben unzählige herrenlose Katzen. Mittlerweile sind viele kastriert, nicht etwa weil der Staat seiner Verantwortung nachkam sondern weil wir sie eingefangen haben, damit sie unser Kastrationsprogramm durchlaufen konnten. Die Kosten tragen wir, die Stadt oder der Kanton geben keinen Rappen dazu. Eine allfällige Kastrationspflicht ist im Kanton Basel Stadt immer noch in Diskussion und wir sind gespannt, wie es da weitergeht. Es wäre schön, wenn sich die Damen und Herren Politiker näher mit dem Katzenelend auseinandersetzen würden.

05.01.2024

Oberdiessbach BE

Eine Landwirtin hatte bereits alle ihre eigenen Katzen kastriert, doch da ihr Nachbar uneinsichtig ist und einfach nicht kastrieren will, laufen ihr ständig neue Katzen zu und gebären bei ihr. So mussten wir erneut bei ihr Katzen einfangen, insgesamt wieder sechs Tiere. Eine Kätzin durfte mit ihren Kitten ins Tierheim einziehen. Nach erfolgreicher Aufzucht und Vermittlung der Katzenkinder wird das Mami kastriert auf den Hof zurückkehren.

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