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Kastrationseinsätze Schweiz 2026

Kastration / Prävention
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Die einzige nachhaltige Lösung gegen das Leid der Katzen ist die konsequente Kastration. NetAP kastriert laufend Katzen aus fast allen Kantonen der Schweiz und setzt sich für eine nationale Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen ein.

Wir geben Ihnen hier einen Einblick in einige Kastrationsaktionen, die wir im Jahr 2026 in der Schweiz durchgeführt haben. Die Auflistung ist nicht abschliessend, da wir aus zeitlichen Gründen oft auf die Berichterstattung verzichten.

30.07.2026

Fribourg FR

Erneut wurden wir in einen Schrebergarten in Fribourg gerufen. Gemeldet wurde eine Mutterkatze mit vier bereits recht selbstständigen Kitten. Die Familie konnte gesichert und ins Tierheim gebracht werden, wo die Mutter kastriert wurde und nach der Aufzucht ihrer Jungen wieder zurückkehren kann.

Da in diesem Gebiet immer wieder neue Katzen auftauchen, muss davon ausgegangen werden, dass weitere Tiere vor Ort leben. Ein unkastrierter Kater konnte an derselben Futterstelle eingefangen und kastriert werden. Schrebergärten sind oft eine endlose Geschichte und wir bleiben weiterhin dran und überwachen das Areal, damit weitere unkastrierte Katzen ebenfalls eingefangen und kastriert werden können.

Dieser Einsatz zeigt einmal mehr, wie herausfordernd Schrebergärten sind und wie schnell sich dort neue Populationen bilden, wenn nicht konsequent kastriert wird.

29.07.2026

Zürcher Oberland

Ein schwerkranker Tierhalter aus dem Zürcher Oberland bat uns verzweifelt um Hilfe. Er befürchtete, dass seine Tage gezählt seien und er brauchte dringend Platz für seine 19 Katzen. Es seien 4 Mütter und 15 Kitten. Bereits hatte er mehrere Tierheime kontaktiert, aber alle waren voll. Angesichts der Sommerferien war das nicht verwunderlich. Warum er für so viel Nachwuchs gesorgt hatte, konnte er nur mit einem Mangel an finanziellen Mitteln begründen. Wir erklärten uns bereit, die Katzen zu übernehmen, weil unser Partner, das Katzenhaus Muttenz, gerade ein grosses Zimmer freibekommen hatte. Die Katzen waren weder getestet noch geimpft. Er erklärte sich bereit, selbst für den Transport zu sorgen. Leider bestätigte sich, was wir eh schon wussten, er hatte wirklich keine Übersicht über seine Katzen. Es waren 5 Mütter, die er brachte, und nur 12 Kitten. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass er entgegen der Abmachung ein Kitten noch einzeln platziert hatte. Wir waren sehr enttäuscht, dass er sich nicht an die Bedingungen gehalten hatte. Die Katzen im Katzenhaus haben sich schnell eingelebt und sobald sie alt genug sind, wird unser Partner neue Zuhause für die Gruppe finden.

29.07.2026

Bretzwil BL

Auf einem Bauernhof in Bretzwil waren zwei Katzen zugelaufen. Die Hofkatzen dort sind alle bereits kastriert. Der unkastrierte, zugelaufene Kater zeigte sich aggressiv gegenüber den Hofkatzen. Die Kätzin hingegen schien sehr sozial, als sie jedoch auch noch mit Kitten auftauchte, war es zuviel für die Landwirte. Durch eine Bekannte erfuhr die Bäuerin von uns und nahm Kontakt mit uns auf.

Mit der Droptrap konnten die Mutterkatze mit allen vier Kitten zusammen eingefangen werden. Am Tag darauf gelang es, auch den Kater zu sichern. Er benötigte neben dem Standardprogramm dringend auch eine Zahnsanierung. Womöglich war seine Aggressivität auch auf seine Zahnschmerzen zurückzuführen. Die Katzenfamilie durfte ins Tierheim einziehen, wo sie die Jungen in Ruhe aufziehen kann. Der Kater durfte zurück auf den Hof und zeigte sich deutlich freundlicher.

28.07.2026

Allschwil BL

Auf einem Recyclingareal hat sich eine Gruppe verwilderter Katzen angesiedelt. Die Tiere zeigten sich fast ausschliesslich nachts, weshalb zunächst eine Kamera installiert wurde. Erst dadurch wurde sichtbar, wie viele Katzen tatsächlich vor Ort lebten.

Nach Gesprächen mit den Betreibern erhielt eine NetAP‑Freiwillige Zugang zum Areal und begann mit dem Stellen der Fallen. Fast täglich waren wir vor Ort im Einsatz und fingen Katzen ein. Nach und nach konnten die Mutterkatzen, ein Kater und insgesamt sieben Kitten gesichert werden. Die Familien wurden auf einer Pflegestelle untergebracht, während die erwachsenen Tiere unser Kastrationsprogramm durchlaufen haben und schliesslich wieder zurückgingen. Die Kamera blieb weiterhin stehen, bis sicher war, dass keine weiteren Katzen mehr vor Ort sind.

25.07.2026

Gossau ZH

Bereits zum dritten Mal waren wir im Einsatz in einem Schrebergarten im Zürcher Oberland. Es war recht frustrierend ist, dass man uns nicht früher geholt hat. Man hatte unsere Kontaktdaten noch von unseren früheren Einsätzen. Erneut war eine Kätzin aufgetaucht und hatte drei Katzenkinder geboren. Diese wuchsen ohne viel Menschenkontakt im Schrebergarten auf und verwilderten. Und dann mussten sie verschwinden, wie uns von der Schrebergartenverwaltung mitgeteilt wurde. Es gelang uns rasch, die ganze Familie zu sichern. Die Mutter wurde umgehend untersucht, behandelt, markiert und kastriert. Die wilden Katzenkinder waren alt genug, um von der Mama getrennt zu werden und wurden auf eine Pflegestelle untergebracht, wo viel Zeit investiert werden muss, damit sie überhaupt vermittelbar werden. Die Mama konnte zum Glück zurück in den Schrebergarten, wo sie gefüttert wird.

Vor Ort erfuhren wir, dass immer wieder Katzen ausgesetzt werden würden. Leider war man nicht bereit, eine Überwachungskamera zu installieren. Wir baten, zukünftig schneller Bescheid zu geben, wenn unkastrierte Katzen auftauchen würden. Die Katzen, die wir 2022 kastriert hatten, und auch die von diesem Jahr, waren deutlich am Ohrschnitt erkennbar. Gefreut hat uns, dass die Katzen von 2022 alle wohlgenährt aussahen. Zumindest das mit der Futterstelle funktioniert offenbar gut.  

28.07.2026

Winterthur ZH

Immer wieder sind Leute erstaunt, wenn wir ihnen vom grossen Katzenelend in der Schweiz erzählen. „Das wusste ich nicht“ oder „ich habe noch nie herrenlose Katzen gesehen“ sind häufige Antworten. Viele zweifeln gar an unserer Aussage und sind der Meinung, dass das doch immer Ausnahmen seien, wenn wir ein konkretes Beispiel nennen. Längst aber sind diese Katzen nicht einfach nur mehr auf Höfen, in Schrebergärten oder auf Industriearealen anzutreffen. Sie sind mitten unter uns. Und doch wird meistens weggeschaut. So wie in einem Fall in der Stadt Winterthur.

Eine Mutter und ihre drei Kitten wurden glücklicherweise irgendwann von einer Tierfreundin entdeckt. Doch verging viel Zeit, bis sie Hilfe fand, denn scheinbar wollte sich niemand dem Fall annehmen, bis sie endlich zu uns gelangte. Keine Zeit, keine Kapazität hiess es bei den anderen. Auch wir haben unsere Belastungsgrenze längst erreicht. Aber einfach wegschauen? Katzenfamilien gelten bei uns als Notfall. Mindestens zwei der drei Katzenkinder waren sichtbar Weibchen. Man konnte sich leicht ausrechnen, dass aus dieser kleinen Familie in ein paar Monaten eine ganze Kolonie entstanden wäre.

Hätte man sie schon wenige Wochen zuvor eingefangen, die Kleinen wären noch locker zähmbar gewesen. Nun aber war guter Rat teuer, denn niemand wartet auf kleine Wilde. Dennoch fingen wir sie umgehend ein und brachten sie provisorisch unter. Zwei Tage später ergatterten wir für die Familie, die inzwischen getestet, geimpft, gegen Parasiten behandelt, gechippt und Mama auch noch kastriert war, eine Platz im Tierheim.

Wir fühlen uns bei dieser Arbeit an der Front oft sehr allein. Es ist eine sehr mühsame Arbeit, die unglaublich viel Zeit erfordert. Und auch immer viele Kosten nach sich zieht. Deshalb will sie kaum jemand tun. Und das Leid wächst und wächst. Würde sich der Staat wenigstens beteiligen, sähe es ja vielleicht etwas anders aus. Aber der Staat tut nichts. Niemand tut was. Ausser ein paar verrückte Tierschützer, die nicht wegsehen können.

20.07.2026

Hildisrieden LU

Eine NetAP‑Freiwillige war unterwegs zu einem Hof, um verwilderte Katzen einzufangen. Ihr Navigationsgerät führte sie versehentlich auf einen Nachbarhof. Dort tappte ihr ein kleines Kitten entgegen, gefolgt von seiner Mutter. Sie reagierte sofort, sprach mit dem Hofbesitzer, sicherte das Kitten und stellte die Falle für die Kätzin. Der Bauern unterzeichnete unsere Kastrationsvereinbarung ohne Zögern, sodass der ursprüngliche Einsatz direkt auf zwei Höfe ausgeweitet werden konnte. Mehrere NetAP‑Freiwillige unterstützten vor Ort, übernahmen Fahrten und halfen beim Einfangen. Die Herausforderung lag stets darin, zu erkennen welche Kätzinnen bereits Kitten hatten und welche Kitten zu welcher Kätzin gehörten.

Im Laufe der Kastrationsaktion meldete der Bauer zwei Kitten, die er in einem Schacht entdeckt hatte. Die Rettung war anspruchsvoll und dauerte länger als erwartet, doch schliesslich konnten die beiden gesichert und auch deren Mutter eingefangen werden. Der Fall beschäftigte uns mehrere Wochen. Es waren insgesamt 35 Katzen! Die Mütter wurden mit den Katzenkindern auf Pflegestellen untergebracht. Sie dürfen nach der Aufzucht kastriert zurück. Die anderen Katzen gingen nach dem Untersuch, der Behandlung gegen Parasiten, einer Impfung und der Markierung kastriert zurück auf den Hof.

Leider war auch hier vor Ort niemand bereit, sich an den Kosten zu beteiligen, obschon alle Parteien sehr froh darüber waren, dass das Katzenelend nun ein Ende hat.

14.07.2026

Ramersberg OW

Eine Bio-Bäuerin nahm Kontakt mit uns auf, weil sie neu einen Hof gepachtet und unkastrierte Katzen entdeckt hatte. Sie schätzte, dass es sieben Katzen seien. Diese dürften bleiben, sofern der Tierschutz sie kastrieren würde. Es stellte sich heraus, dass zwei Kätzinnen hochschwanger waren. Die Kater wurden umgehend eingefangen, kastriert und wieder auf dem Hof freigelassen. Die beiden Mütter durften in Ruhe ihre Kitten gebären und aufziehen. Anschliessend fanden die Katzenkinder ein neues Zuhause und die Mütter gingen kastriert zurück in ihr Revier. Die Landwirtin war sehr froh und versprach sich umgehend zu melden, sollten weitere unkastrierte Katzen auftauchen.

14.07.2026

Teufen ZH

Eine Familie aus dem Tösstal war ziemlich verzweifelt. Seit Mai versuchten sie Hilfe für ein schwangeres, verwildertes Büsi zu bekommen, doch leider wollte oder konnte niemand wirklich helfen. Man riet lediglich dazu herauszufinden, wem die (offensichtlich verwilderte) Katze gehöre und sie erst einmal zwei Monate auf der STMZ auszuschreiben. Das tat man dann auch.

Inzwischen hatte die Mutter Nachwuchs bekommen, dieser wuchs und begann wie das Mami zu verwildern. Neun Wochen alt waren die Katzenkinder bereits und die Frist der Fundmeldung lief demnächst aus. Die Katzen wurden täglich gefüttert, aber die Kleinen liessen sich nicht anfassen und die Sommerferien standen vor der Tür. Doch nun wollten all die, die der Meinung waren, man müsse erst nach einem Halter suchen, bevor man handeln könne, wieder nicht helfen.

Eigentlich haben auch wir keine Kapazität mehr. Eigentlich… Aber die Katzenfamilie und die Menschenfamilie taten uns leid. Hätte man geholfen, als das Katzenmami schwanger war, alles wäre so viel einfacher gewesen! Man hätte eine STMZ Meldung auch machen können, wenn das Mami sicher im Tierheim untergebracht worden wäre. Da haben offensichtlich Unwissende beraten, die sich nicht bewusst sind, wie schnell neue Kolonien entstehen!

Am gleichen Abend sicherten wir die ganze Familie und brachte sie auf eine Notpflegestelle, wo sie 2-3 Wochen bleiben dürfen, bis ein Platz im Tierheim frei wird. Wir hoffen, dass bis dann die kleinen Wilden etwas zahm werden. Die Mutter wurde in der Folgewoche kastriert und wir waren sehr erleichtert, dass sie nicht schon wieder schwanger war. Sobald die Kleinen alt genug sind, darf die Mutter zurück ins Revier.

13.07.2026

Trachslau SZ

Ein schöner Fall führte uns nach Trachslau im Kanton Schwyz. Ein zugelaufenes Katzenpaar hatte für Nachwuchs gesorgt und die Melderin bat um Hilfe, um die beiden Erwachsenen einzufangen. Wir stellten das Fallenmaterial und instruierten sie und innert zwei Tagen konnten beide gesichert und kastriert werden. Die Melderin war ausserordentlich engagiert und schliesslich kam sie auch noch vollständig für die Kosten auf. Die Kleinen ist sie am Zähmen und wird für gute Plätze sorgen. Wenn doch alle Menschen so engagiert wären!

06.07.2026

Allschwil BL

Eine Hundeschule bat uns um Hilfe, weil sich auf dem Gelände eine Katzenmutter mit ihren Kindern angesiedelt hatte. Kein optimaler Ort, um Winzlinge aufzuziehen. Sofort fuhren los, um die Tiere zu sichern. Um 23.00h hatten wir die ganze Familie erfolgreich eingefangen und in Sicherheit gebracht. Dabei stellte sich heraus, dass die Kleinen alle deformierte Füsschen hatten und das Mami zahm ist. Wir fragten uns, ob hier nicht wieder eine Familie ausgesetzt wurde, weil man die Kosten allfälliger Untersuchungen scheute. Wundern würde es uns nicht.

Die ganze Familie wurde in der Tierklinik Mittelland untersucht. Glücklicherweise haben die Katzenkinder keine Beeinträchtigungen durch die Deformation und es steht einer gesunden, umsorgten Zukunft nichts im Weg.

05.07.2026

Meierskappel ZG

Eine besorgte Tierfreundin meldete uns die Sichtung einer Katzenfamilie im zugerischen Meierskappel, die niemandem zu gehören schien. Katzenmütter mit Babys gelten bei uns als Notfall. Wir rückten umgehend aus und fragten in der ganzen Umgebung nach der Mutter und den Kitten. Schliesslich fanden wir heraus, dass das Katzenmutter schon vor anderthalb Jahren aufgetaucht war und immer wieder Nachwuchs hatte. Sie war eine Pendlerin, zeigte sich da und dort, aber schliesslich fanden wir eine sehr nette Landwirtin, die regelmässig für Futter sorgte. Sie war hocherfreut, als wir ihr anboten, die Familie einzufangen und unterzubringen. Sie selbst hatte schon vergeblich versucht, die Kätzin einzufangen, um sie kastrieren zu lassen. 24 Stunden später waren das Mami und ihre fünf Kitten bereits gefangen und sicher untergebracht.

28.06.2026

Brittnau AG

Es war ein Fels, der uns vom Herzen fiel. Man muss es wohl überall gehört haben. Aber der Reihe nach. Uns wurde eine verletzte Katze in Brittnau im Kanton Aargau gemeldet. Man vermutete, dass es sich um Weibchen handle, das vor kurzem geboren hätte, denn die Katze sei recht dick gewesen und seit ein paar Tagen eher dünn. Und sie hinke plötzlich sehr stark, wäre wohl vor kurzem verunglückt. Bei uns läuteten die Alarmglocken. Eine verletzte Mutter mit Neugeborenen? Keine guten Voraussetzungen! Niemand in der Umgebung kannte die Katze. Niemand hatte irgendwas von Kitten bemerkt. Viel Gebüsch, viel Wald, viele Versteckmöglichkeiten. Stundenlang wurde gesucht und nicht gefunden.

Schliesslich entschieden wir uns,  die Katze einzufangen und in die Tierklinik zu bringen, denn wir wollten keinesfalls das Leben der Mutter riskieren. Nach dem Untersuch hätten wir, so es für die Mutter zumutbar gewesen wäre, sie mit einem Sender wieder freigelassen, damit sie uns zu den Kitten führt.

Gesagt, getan. Und dann die gute Nachricht: Die vermeintliche Mutter ist ein Kater. Ein Kryptorchid (Hoden nicht sichtbar, sondern im Innern).  Die Hüfte war ausgekugelt. Aber keine Kitten in Gefahr. Was für eine Erleichterung.

Wir haben den Hübschen Bashir getauft, ihn sofort kastrieren und die Hüfte einrenken lassen.

28.06.2026

Dietikon ZH

Diesen Sommer tauchen überall Mütter mit Nachwuchs auf. So auch ein Tigermami im Zürcherischen Dietikon. Schon länger hatte man sie vor Ort gesichtet, auch wurden verschiedene Stellen informiert, doch irgendwie schien sich niemand zuständig zu fühlen. Schliesslich erreichte uns der Notruf und wir konnten innert zwei Tagen eine Mutter und drei Kitten sichern. Die Temperaturen waren mörderisch, das Ausharren im Industriegebiet wirklich kein Zuckerschlecken. Alle sprachen von drei Kitten. Tatsächlich aber tauchte nach einer Woche noch ein viertes Kitten auf, dass schliesslich auf die Pflegestelle nachrücken durfte.

10.06.2026

Roggenburg BL

Eine herzliche Landwirtin bat uns um Hilfe, weil sie im Heustock eine fremde Katzenmama mit Kitten entdeckt hatte. Ihre eigenen Kätzinnen sind alle kastriert und sie wollte keinesfalls Nachwuchs auf dem Hof. Schon wieder Roggenburg dachten wir, als wir versprachen, uns dem Fall anzunehmen. Leider laufen auch den vorbildlichsten Landwirten immer wieder unkastrierte Katzen zu, weil es eben auch viele andere hat.

Wir nahmen uns dem Fall an. Da die Katzen hoch oben auf dem Heustock waren, musste unsere Fängerin trotz Höhenangst die Leiter nehmen, um an die Kitten heranzukommen. Da hiess es Zähne zusammenbeissen und sich keine Blösse geben. Die vier Kitten waren schnell eingepackt. Die Mama zierte sich noch etwas. Kurzerhand packte der Landwirt sie am Genick und ehe sich Mama versah, war auch sie bereits in der Box, jedoch nicht ohne dem Landwirt ein Andenken zu hinterlassen. Die Familie zieht ins Tierheim, wo die Mutter in Ruhe die Kitten grossziehen kann. Sind diese flügge darf die Katzenmutter kastriert zurück auf den Hof.

08.06.2026

Eschholzmatt LU

Wenn wir ins Entlebuch gerufen werden, zieht sich bei uns alles zusammen. Diese Region zeichnet sich einerseits durch eine wundervolle Natur aus, andererseits ist das Katzenelend dort wirklich extrem. Die Melderin in diesem Fall erzählte von fünf verwilderten Katzen, die sich rund ums Haus in Eschholzmatt aufhielten, die offensichtlich niemandem gehörten. Es waren jüngere Katzen, die irgendwann aus dem Nichts aufgetaucht waren. Wir fingen alle ein und brachten sie in die Tierklinik, wo sie untersucht wurden. Dabei stellte man bei einer Kätzin fest, dass sie geraume Zeit zuvor wohl Opfer eines Tierquälers geworden war. Ein Schuss hatte ihr Bein dermassen verletzt, dass man es nicht mehr retten konnte. Es musste amputiert werden. Die anderen vier Katzen waren gesund und konnten nach der Kastration, Behandlung und Impfung wieder vor Ort freigelassen werden. Die Melderin versprach, eine Futterstelle einzurichten. Wohin mit dem armen Büsi, das nun ein Bein verloren hat, wissen wir noch nicht. Es einfach wieder auszusetzen, erachten wir als falsch. Bezüglich der grausamen Tat haben wir Anzeige gegen unbekannt erstattet.

20.05.2026

Gemeinde Köniz BE

Im März dieses Jahres wurden wir auf einen Hof aufmerksam gemacht, auf dem sich mehrere unkastrierte Katzen tummelten. Man bat uns, mit den Landwirten das Gespräch zu suchen, um sie von der Kastration zu überzeugen. Der Bitte kamen wir nach. Die netten Bauern konnten sich leider trotz längerem Beratungsgespräch nicht dazu durchringen, der Kastrationsvereinbarung zuzustimmen und wir zogen unverrichteter Dinge von dannen, nicht ohne unsere Kontaktdaten dort zu lassen.

Anderthalb Monate später, als plötzlich mehrere Kätzinnen dicke Bäuche hatten, merkte man, dass doch etwas geschehen sollte. Wir wurden gerufen und standen wieder auf dem Hof. Dieses Mal waren wir mehr als willkommen. Die Katzen wurden eingefangen, Mamis mit Kitten im einen Tierheim, schwangere Kätzinnen in einem zweiten Tierheim untergebracht und die anderen kehrten kastriert, geimpft, behandelt und markiert auf den Hof zurück.

Es war nicht einfach genügend Plätze zu finden. Es war auch nicht einfach, sofort Kastrationstermine zu bekommen. Ein Mami gebar zwei tote Kitten und nahm die ersten beiden Tage die beiden anderen Kitten nicht an, so dass man mit der Flasche helfen musste. Unzählige Stunden und Kilometer waren nötig, um den ganzen Fall abzuwickeln. Hätten wir im März handeln können, wäre der Aufwand zeitlich und finanziell nur halb so gross gewesen. Trotzdem sind wir sehr froh, ist ein weiterer Hof durchkastriert und die Landwirte sind es auch. Manchmal braucht es für eine Einsicht etwas länger, aber Hauptsache sie kommt. Bei vielen Menschen, ob Privatleute oder Landwirte, ist sie ja leider noch nicht angekommen, sonst gäbe es nicht soviel Katzenelend.

12.05.2026

Rüegsau BE

Eine besorgte Anwohnerin meldete uns den Fal eines alten Landwirtes, der über viele Jahre auf Tötung statt auf Kastration setzte. Sie schätzte, das er weit über 100 Kitten in all den Jahren gleich nach der Geburt getötet hatte und bereits seien wieder Kitten unterwegs. Für uns leider nichts neues, Tötungen finden auch in der Schweiz laufend statt. Abertausende Kitten werden laufend erschlagen, ertränkt oder auf andere Weise liquidiert. Und das nur, weil zuwenig kastriert wird. Sofort war klar, dass wir handeln mussten. Glücklicherweise zeigte sich der Landwirt hocherfreut über unser Hilfsangebot und kurz darauf konnten wir mit seiner Unterstützung sämtliche Katzen einfangen. Ein Teil der Katzen wurden ungehend kastriert, drei werdende Mütter durften im Tierheim einziehen.

Der Landwirt war sehr erleichtert, dass es keinen Nachwuchs mehr geben wird. Auch wir und ganz besonders auch die Melderin waren darüber froh. Leider war der Landwirt nicht bereit, sich an den Kosten zu beteiligen. Das wussten wir schon vorher, aber uns war wichtig, dass das Töten endlich ein Ende nahm.

08.05.2026

Ecuvillens FR

Eine verzweifelte Frau meldete sich bei uns. Sie hatte vor einigen Jahren schon einmal verwilderte Katzen rund ums Haus kastrieren lassen, doch inzwischen hatten sich viele weitere angesiedelt und sie wusste nicht mehr ein und aus. Sie suchte bei diversen Organisationen Hilfe, doch die angebotene Hilfe beschränkte sich leider auf die Möglichkeit Fallen auszuleihen und mit den Kosten zu helfen. In ihrem doch eher fortgeschrittenen Alter fühlte sie sich ausserstande eine solche Aktion nochmals selbst durchzuziehen. Sie wusste aber, dass es sehr dringend war, weil es bereits hochschwangere Kätzinnen dabei hatte.

Umgehend nahmen wir uns dem Fall an, obschon es nicht grad um die Ecke war. Aber der Kanton Fribourg ist in Sachen Katzenelend eine absolute Hochburg und deshalb sind wir viel häufiger dort als uns lieb ist.

Als erstes wurde eine Mama gesichert mit ihren neugeborenen Babys. Dann wurde ein Dutzend weitere Katzen eingefangen. Für eine Kätzin war das lebensrettend, sie hatte eine Gebärmuttervereiterung und wäre daran gestorben, hätten wir sie nicht sofort operieren lassen. Eine hochschwangere Kätzin durften wir in ein Tierheim geben. Ein verschnupfter Kater und ein Kater, der eine grössere Operation hinter sich hatte (Kryptorchid) blieben noch ein paar Tage unter Aufsicht. Am liebsten wäre es den Leuten gewesen, wir hätten alle Katzen platziert. Aber wohin mit verwilderten Katzen? Wir führen Wartelisten, weil so viele Katzen verschwinden sollen. Unsere Überwachungskamera bleiben noch einige Tage stehen, damit wir sicher sein können, dass wir wirklich alle Katzen erwischt haben.

06.05.2026

Malters LU – Hochburg des Katzenelends

Im Luzerner Hinterland hatten Tierfreunde in einem Schacht vier winzige Katzenbabys gefunden. Diese gehörten zu einer wilden Mutter, die immer wieder vorbeikam, um die Kleinen zu säugen, ansonsten aber wohl auf der Jagd war, um sich selbst ernähren zu können. Die Tierfreunde suchten nach Hilfe für die Katzenfamilie. Im kantonalen Tierheim war man zwar bereit, die Familie aufzunehmen, aber beim Einfangen konnte man nicht unterstützen und andere Hilfe gab es nicht. Schliesslich erreicht uns die Anfrage. Eine wilde Mutter mit Nachwuchs zu sichern, ist nicht ganz einfach. Die Gefahr besteht immer, dass die Mutter ihre Kinder zügelt, sobald sie merkt, dass Menschen ihnen zu nahekommen. Für uns gelten solche Fälle als Notfälle. Im vorliegenden Fall spielte sich das Drama auch noch an einer Hauptstrasse ab, was das ganze noch gefährlicher machte.

Wir hatten niemanden in der Nähe. Dennoch rückte eine Helferin sofort aus und wechselte sich ab mit einer zweiten Helferin, so dass in weniger als 24 Stunden alle vier Babys und die Mama gesichert werden konnte. Die Familie wurde umgehend ins Tierheim gebracht und wenn die Katzenkinder flügge werden, kann die Mutter kastriert zurück in ihr Revier.

Allein in der Gemeinde Malters, haben wir bis heute etwa 200 Katzen einfangen und kastrieren müssen. Ein Grossteil von ihnen musste zudem umplatziert werden, weil die Tiere nicht mehr willkommen waren oder aus anderen Gründen nicht zurück in ihr Revier konnten. Mehr als die Hälfte davon stammte aus Privathaushalten!

08.04.2026

Grindel SO

Nachdem wir schon mehrfach in Grindel im Einsatz waren, fragten wir auch umliegende Landwirte, ob sie allenfalls Hilfe bräuchten bei der Kastration der Katzen. Ein Bauer, der bemerkt hatte, dass sich die Katzen schon paarten, war sehr froh und willigte umgehend in die Kastrationsvereinbarung ein. Da die Katzen täglich gefüttert werden, waren sie den Umgang mit Menschen etwas gewohnt und so konnten die ersten sieben mit tatkräftiger Unterstützung einer vertrauten Bezugsperson sehr rasch gesichert werden. Die Kameraüberwachung der Futterstelle zeigte schliesslich einen bislang unbekannten Kater sowie einen Heimkehrer, der längere Zeit abwesend gewesen war. Die Kater zeigten sich jedoch nur sehr selten. Für den bislang unbekannten Kater wurden Flyer erstellt und in den Briefkästen der Umgebung verteilt, um Hinweise zu seinem regulären Aufenthaltsort zu bekommen. Aufgrund von Meldungen verlegten wir die Kamera an einen anderen Standort und hatten die Kater ab dann öfter auf dem Bild. Kurzerhand rückten wir mit der Hoffmann Falle aus und schon zehn Minuten nach dem Aufstellen war der Heimkehrer in der Falle. Der bislang unbekannte Kater konnte noch in derselben Nacht ebenfalls gesichert werden. Somit durchliefen weitere 9 Katzen das NetAP Kastrationsprogramm. Alle durften zurück auf den Hof, wo sie weiterhin gefüttert werden.

30.03.2026

Signau BE

Ein spannender Fall führte uns ins Emmental, wo sich zwei verwilderte Katzen (Mutter und Sohn) regelmässig an einem Futterplatz auf einen Hof aufhielten. Die Eigentümerin des Hofes stand kurz vor dem Verkauf desselben und sucht Hilfe, um die beiden Katzen einzufangen. Sie wollte sie keinesfalls ihrem Schicksal überlassen, sondern an ihren neuen Wohnort mitnehmen.  Wir versprachen, das Unterfangen zu unterstützen. Nach einigen Recherchen erfuhren wir von einer bewegenden Geschichte: Eine der Katzen, die weisse Mutter, war ursprünglich in der Nachbarschaft zuhause. Ein Kastrationstermin war zwar bereits vereinbart, doch dann verschwand sie spurlos. Nach längerer Suche ging die Familie damals davon aus, dass ihre Katze verstorben sei. Die Katze aber hatte sich in der Nähe bei einer tierlieben Person niedergelassen, schien verängstigt und verstört zu sein und tauchte alsbald mit einem Kitten auf. Seit damals sind Mutter und Sohn unzertrennlich auf dem Hof zuhause, liessen sich jedoch nie anfassen, weshalb man davon ausging, dass es sich um herrenlose, verwilderte Tiere handle.

Schliesslich erlitt die Mutter einen schweren Autounfall. Als vor Ort bekannt wurde, dass das Unfallopfer weiss war, ahnten die ursprünglichen Halter, dass es ihre damals verschwundene Katze sein könnte. Da sie nach dem Unfall aber viele Tage verschwunden blieb, wusste man nicht, ob sie die Tragödie überlebt hatte und befürchtete, sie sei den Verletzungen erlegen. Eines Tages aber tauchte sie humpelnd an der Futterstelle auf und die ehemalige Halterin erkannte in ihr ihre verschwundene Katze.

Die Freude war auf allen Seiten gross, als wir Mutter und Sohn in der Falle hatten und sie zum Tierarzt fahren konnte. Es stellte sich heraus, dass die Unfallkatze einen schlimmen Trümmerbruch erlitten hatte. Sie wurde deshalb von uns in die Tierklinik Mittelland gebracht, wo sie erfolgreich operiert wurde und nun auf einer unserer Pflegestellen gesund gepflegt wird. Die ehemalige Halterin ist überglücklich, dass ihre Katze doch noch lebt und versprach uns, einen grossen Teil der Kosten für die Operationen zu übernehmen, obschon das Büsi zukünftig woanders leben würde. Das nennen wir Verantwortungsgefühl, wir freuen uns sehr darüber.

08.03.2026

Bezirk Bülach ZH

Ein grosser Fall führte uns in eine Gemeinde im Bezirk Bülach im Kanton Zürich. Verschiedene Parteien hatten sich bei uns gemeldet, weil eine Katzenpopulation völlig aus dem Ruder gelaufen war. Polizei und Veterinäramt waren auch schon vor Ort. Wir nahmen mit dem Halter Kontakt auf und gingen vorbei, um die Situation mit ihm zu besprechen. Schliesslich konnten wir ihn davon überzeugen, dass nur die Kastration aller Katzen die Situation entspannen würde. Finanziell konnte er nichts dazu beitragen, jedoch zeigte er sich von Anfang an und über die gesamte Dauer der Aktion sehr hilfsbereit.

Insgesamt drei Tage waren wir im Einsatz. 1000 Kilometer sind wir gefahren, 100 Arbeitsstunden haben wir investiert und 33 Katzen eingefangen und in der Tierklinik Rohner in Niederglatt untersuchen, behandeln, impfen, markieren und kastrieren lassen. Es waren 20 Weibchen und 13 Kater, wobei einer ein abdominaler Kryptorchid war. Die Eingriffe verliefen ohne Komplikationen und alle Katzen durften wieder zurück in ihr Revier. Der Kryptorchid und ein Weibchen mit Durchfall blieben noch vier Tage unter Aufsicht, bis sie auch wieder in die Freiheit entlassen werden konnten.

Dank Überwachungskameras konnten wir davon ausgehen, dass wir wirklich alle Katzen erwischt haben. Der Halter war sehr dankbar für unser Eingreifen und schickte uns überglücklich noch Tage später Fotos der zufriedenen, gesunden Katzen.

Schade war, dass obschon sich offenbar alle Anwohner über den ständigen Katzennachwuchs und die Hinterlassenschaften der Katzen geärgert hatten und froh waren, über unser Eingreifen, niemand bereit, uns mit einer Spende zu unterstützen, um die hohen Kosten, die der Einsatz verursacht hat, zu decken.

18.02.2026

Unterramsern SO

Eine Landwirtin bat uns um Hilfe, um die unkastrierten Katzen des Hofes einzufangen und kastrieren zu lassen. Dank der guten Vorbereitung und der aktiven Mithilfe konnten alle sieben an einem Abend eingefangen und am nächsten Tag in der Tierklinik Sonnenhof untersucht, behandelt, geimpft, markiert und kastriert werden. Alle Katzen dürfen zurück auf den Hof, wo sie liebevoll betreut werden.

16.02.2026

Schwarzenburg BE

Die Pächter eines Hofes im bernischen Schwarzenburg baten uns um Hilfe. Die bereits dort lebenden Katzen waren nicht kastriert und sie waren besorgt, dass sich diese weiter vermehren würden. Bekannte machten sie auf uns aufmerksam. Da die fünf Katzen regelmässig gefüttert wurden, konnten wir sie alle an einem Abend einfangen und am nächsten Tag untersuchen, behandeln, impfen, markieren und kastrieren lassen. Alle Katzen durften nach dem Programm wieder zurück auf den Hof, wo sie fortan gut gefüttert und betreut werden. Sollten sich neue Katzen ansiedeln, werden sich die Pächter wieder bei uns melden.

13.02.2026

Bennau SZ

Eine Landwirtin erfuhr von unserer Arbeit und bat uns um Hilfe für die Kastration der zehn verwilderten Katzen auf dem Hof. Dank ihrer aktiven Mithilfe konnten alle sehr schnell eingefangen werden. Sie durchliefen unser Kastrationsprogramm, wurden dabei auch untersucht, behandelt, geimpft und markiert und konnten schliesslich zurück in ihr Revier. Ein Kater mit Bissverletzung erforderte noch etwas mehr Aufmerksamkeit, bis er schliesslich auch fit genug war seiner Wege zu gehen.

12.02.2026

Riedikon ZH

18 Katzen leben auf einem Hof in Riedikon im Kanton Zürich. Die Populationskontrolle fand bis vor kurzem durch Pillengabe statt, damit sollte nun glücklicherweise Schluss sein. Der Landwirt bat uns um Hilfe und wir fingen alle Katzen ein. Sie durchliefen unser Kastrationsprogramm und durften anschliessend zurück auf den Hof. Der Landwirt half nicht nur aktiv mit, er bietet den Katzen auch ein wirklich tolles Katzenleben. Sie haben einen trocken Raum mit Höhlen und Bettchen und ständigem Zugang zu Trockenfutter. Ausserdem bekommen sie täglich auch Nassfutter, was eine Kontrolle der Katzen recht einfach macht. Schliesslich beteiligte er sich sehr grosszügig an den Kosten der Aktion und war dankbar, dass seine Katzen von nun an ein stressfreies Leben geniessen dürfen.

24.01.2026

Kastrationstag Stein AR

Zum zweiten Mal fand ein Kastrationstag in Zusammenarbeit mit dem Appenzeller Tierschutz statt. In einem Schulhaus in Stein richteten wir am 24. Januar 2024 unser Feldlazarett ein. 69 Katzen durchliefen unser Kastrationsprogramm (42 Kätzinnen und 27 Kater). Sie wurden untersucht, gegen innere und äussere Parasiten behandelt, geimpft, markiert und kastriert.

27 Katzen durften nicht mehr zurück in ihr Revier. Für sie mussten Lösungen gefunden werden. Dank des tollen Netzwerks unserer Partner und uns selbst, konnten alle Katzen untergebracht werden. Die Katzen, die nicht zurück in ihr Revier konnten wurden getestet und gechippt und ein Impfbüchlein wurde erstellt, um sie auf eine Vermittlung vorzubereiten. 5 Katzen wurden noch einige Tage weiterbetreut, da sie gesundheitlich nicht auf der Höhe sind. Alle anderen waren am Sonntag fit und munter und durften zurück in ihr Revier, wo sie ein Leben mit viel weniger Stress geniessen.

24.01.2026

Kastrationstag Lyssach BE

Erneut fand in der Covetrus in Lyssach ein grosser Kastrationstag statt. Am 24. Januar 2026 durchliefen weitere 66 Katzen unser Kastrationsprogramm (40 Kätzinnen und 26 Kater). Sie wurden untersucht, gegen innere und äussere Parasiten behandelt, geimpft, markiert und kastriert. Sowohl der Tierschutz Emmental als auch die Katzenhilfe Bern brachten Katzen, um die wir uns kümmerten. Wir freuen uns sehr, dass wir mit solchen Kastrationstagen andere Organisationen unterstützen können.

Ein Büsi musste leider euthanasiert werden. Der Untersuch ergab, dass ihr Rachen voller Tumore war, was die Nahrungsaufnahme verhinderte und unweigerlich zu einem qualvollen Tod geführt hätte. Zwei Katzen konnten nicht zurück in ihr Revier, sie wurden einem Tierheim übergeben. Eine Katze blieb noch einige Tage bei uns zur Überwachung, bis sie wieder freigelassen werden konnte, alle anderen gingen am Sonntag zurück in ihr Revier.

11.01.2026

Baldegg AG

Auf einem Firmengelände hatten sich drei herrenlose Katzen niedergelassen und man bat uns, diese einzufangen und zu kastrieren. Schon 2024 hatten wir hier zwei Streuner eingefangen und kastriert. Mangels Kastrationspflicht ist es leider keine Seltenheit, das an Orten, an denen wir bereits alle Katzen kastriert haben, wieder neue unkastrierte auftauchen. Wir sind immer froh, wenn die Betreuer vor Ort darauf achten und uns rechtzeitig informieren, bevor es Nachwuchs gibt.

Schnell gelang es uns die drei zu sichern. Es stellte sich heraus, dass eine der drei Katzen etwas jünger war als die anderen und sich streicheln liess. Ihr langes Fell war bereits verfilzt und uns war klar, dass dieses Büsi nicht zurück auf das Gelände sollte, auch wenn die Katzen da zuverlässig gefüttert werden. So suchten wir ein neues Zuhause für sie. Die übrigen Katzen werden vor Ort regelmässig gefüttert.

Bestehendes Tierleid lindern und zukünftiges Elend verhindern: Ihre Spende macht das möglich!