Die Vollpatenschaft beträgt 270 Franken pro Monat. Eine Teilpatenschaft ist ab 40 Franken pro Monat möglich.
Josie hat vier Teilpaten.
NetAP informiert die Paten zweimal im Jahr über das Befinden des Patentieres mit aktuellem Bild. Selbstverständlich benachrichtigen wir Sie auch unverzüglich, wenn „Ihr“ Tier erkrankt oder stirbt.
Josie kam am 28. Januar 2022 zur Welt, als Tochter einer Holsteinerin, die in der Milchwirtschaft tätig war. Wenige Tage nach der Geburt bekam Josie eine Nabelentzündung. Leider nichts seltenes bei Kälbern in der Tierindustrie. Die Nabelschnur ist eine ideale Eintrittspforte für krankmachende Keime. Entlang den inneren Strukturen können Bakterien in die Bauchhöhle, in die Leber oder zur Harnblase aufsteigen. Das ist auch bei Josie passiert.
Nabelentzündungen entstehen zum Beispiel, wenn ein Kalb zu spät oder zuwenig Biestmilch erhalten hat. Diese Milch nennt man auch Erstmilch oder Colostrum. Sie dient dem Neugeborenen zum Aufbau des eigenen Immunsystens und zur Stärkung der Abwehrkräfte. Auch mangelnde Hygiene kann eine Nabelentzündung begünstigen. Es ist wichtig, dass in den ersten Tagen nach der Geburt der Nabel eines Kuhkindes regelmässig kontrolliert und allenfalls auch die Körpertemperatur gemessen wird. Bemerkt man eine Nabelentzündung früh genug, kann oft mit Antibiotika geholfen werden. Manchmal aber reicht dies nicht mehr und es muss chirurgisch eingegriffen werden.
Auch Josie brauchte eine Operation. Der Kostenvoranschlag des Tierspitals belief sich auf ca. 1000 Franken, was dem Halter zu teuer war, da der wirtschaftliche Wert des Kalbes tiefer lag. Er entschied sich, Josie einschläfern zu lassen. Die Mitarbeiter des Tierspitals hatten Mitleid mit dem kleinen Mädchen und suchten nach einer Lösung. Über die Villa Kuhnterbunt erfuhren wir von Josies Schicksal und entschieden uns, das Mädel zu adoptieren. Die Operation verlief erfolgreich. Allerdings brauchte sie nach kurzer Zeit eine weitere Operation und musste zu guter Letzt drei Monate im Tierspital Zürich verbleiben. Wir berichteten laufend über ihr Befinden, was dazu führte, dass Josie das wohl meistbesuchte Kalb wurde, das je im Tierspital verweilte.
Am 7. Mai 2022 überführten wir Josie nach Läufelfingen, wo sie sich nochmals einige Zeit schonen musste, was dem Frechdachs sichtlich schwerfiel. An Pfingsten war es dann endlich soweit, Josie durfte auf die grosse Weide und ihre Herde kennenlernen. Wie wir es uns bereits gewohnt waren, war sie keinesfalls ein schüchternes Kuhmädchen, sondern legte sich umgehend mit den grösseren Tieren an, die das weise und umsichtig geschehen liessen. Schliesslich fand sie ihren Platz in der Gruppe und geniesst seither ein unbeschwertes Leben inmitten ihrer neuen, grossen Familie.
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